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Der Mond durch das Fernrohr

Mit dem Online-Test Check your tech! haben sich Jugendliche mit ForscherInnen virtuell gematcht. Aber manchen von ihnen war das nicht genug und sie treffen im Mai auf ihren Matchingpartner ganz real, ganz persönlich. Neben dem persönlichen Austausch können noch Arbeitsräume und Werkstätten besichtigt werden. Die nächsten Match-Termine, an denen auch du teilnehmen kannst, sind:

  • 20.5.11, 14-16h, Match-Treffen mit Forscherin Konstanze Zwintz, Astronomie-Raumfahrt/ Universitätssternwarte Wien. Highlights: Herr
    Der Mond durch das Fernrohr

    Der Mond durch das Fernrohr

    Dr.Thomas Posch macht mit den Jugendlichen eine Hausführung. Anschließend werden die aktuellen Projekte, sowie der Berufsweg der Frau Zwintz andiskutiert

  • 24.5.11, 14-15.30h, Match-Treffen mit Forscherin Sara Ghaemi / ESEA, Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe, TU Wien. Highlights: Einblick in die Hochspannungshalle + Dach-Photovoltaikanlagen der TU
  • 23.5.11, 12-14h, Match-Treffen mit EnergieforscherInnen Neil Bird, Maria Hingsamer und Maximilian Lauer (jeweils 45 min)/Abt.Energieforschung, JOANNEUM Research, Graz. Highlights: 3 verschiedene Arbeitsräume + Besichtigung der Werkstätte. Anschließende Diskussion

Die Treffen werden auch immer von jeweils 2 jungen fti-Scouts (Katja, Tobi, Mira, Isabell) begleitet und wenn du für die Schule eine Freistellung brauchst, erledigt das das fti…remixed-Team gerne für dich. Die Reisekosten für Wien-Graz musst du auch nicht selbst zahlen!

Anmeldung unter: redaktion@fti-remixed.at

Und wie so ein Besuch abläuft, kannst im Beitrag von Tobi nachlesen.

Mai 17th, 2011

Posted In: fti-Matches, Veranstaltungen

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In Zeiten, in denen viel über Asteroiden-Frühwarnsysteme und Möglichkeiten zur Abwehr diskutiert wird, mag es paradox klingen: Aber die vor allem von der Unterhaltungsindustrie gerne als Auslöser globaler Katrastrophen verwendeten Asteroiden sind eigentlich recht fragile Gebilde. Sie müssen nicht einmal selbstzerstörerisch einschlagen: Kommen sie Planeten zu nahe, bleibt bei ihnen buchstäblich kein Stein auf dem anderen – selbst das Gravitationsfeld eines kleinen Planeten wie der Erde reicht aus sie durchzuwalken.
[b]Formbar[/b]
Die entfernteren Asteroiden weisen nämlich eine schwach rötliche Oberflächenfärbung auf. Verantwortlich dafür ist das „Space Weathering“, eine durch den Aufprall von kosmischer Strahlung, Sonnenwind und Mikrometeroriten ausgelöste Form der Erosion, die weniger als eine Million Jahre braucht, um einem Asteroiden das charakteristische Spektrum zu verleihen. „Near-Earth Asteroids“ (NEAs) allerdings zeigen sich oft deutlich blasser. Wenn sie aus der gleichen Gesteinsart bestehen wie ein gewöhnlicher Asteroid, muss dies bedeuten, dass ihre Oberfläche nicht der gleichen Erosionsdauer unterworfen war. Konkreter gesagt: Ihre Oberflächen sind „frischer“.
Zu beachten ist, dass es sich bei Asteroiden nicht unbedingt – wie früher meist angenommen – um solide Felsblöcke handelt, sondern oft um Ansammlungen von Geröll, die von der schwachen Eigengravitation mehr schlecht als recht zusammengehalten werden. Sie können sich sogar in Einzelbestandteile auflösen und später wieder vereinigen. Das gilt für „Ida 243“, die von einem Mini-Mond umkreist wird, ebenso wie für den unlängst von der „Rosetta“-Sonde fotografierten „2867 Šteins“. Die Gravitation eines nahen Planeten zerrt an diesem Material, löst Beben aus und knetet den Asteroiden somit durch. Binzel verglich es in „Science“ damit, einen Schneehaufen umzugraben und dabei die dreckig-graue Oberfläche mit dem darunter frisch gebliebenem Schnee zuzuschütten.

[b]Prüfstein „Apophis“[/b]
Nicht alle NEAs sehen „frisch“ aus. Die Bahnen derer, die es tun, verfolgten Binzel und sein Team zurück, um einen gemeinsamen Faktor zu finden. Dabei stellten sie fest, dass jeder einzelne dieser Asteroiden die Erde in den vergangenen 500.000 Jahren in einer Entfernung von weniger als 100.000 Kilometer passiert hatte – während die mit den üblichen Anzeichen von Weltraum-Erosion in etwa zehnmal größerer Distanz zur Erde geblieben waren.
Die Annäherung des Asteroiden „(99942) Apophis“ im Jahr 2029 wird von Astronomen daher auch als Test für diese Hypothese herangezogen werden können. Am 13. April dieses Jahres wird „Apophis“ die Erde in einer Entfernung von etwa 30.000 Kilometern (weniger als einem Zehntel des Abstands zwischen Erde und Mond) passieren. Die von ungenauen früheren Berechnungen ausgelösten Ängste vor einem Einschlag konnten inzwischen ausgeräumt werden – statt dessen wird, wenn Binzels These stimmt, „Apophis“ selbst die Erdnähe sichtlich erblasst verlassen.

Januar 25th, 2010

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