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„Außer Kontrolle – was das Netz über dich weiß“

Sujet Ausser Kontrolle

Fotoquelle: Ars Electronica Center

Im Zuge der Preisüberreichung an Franziska die für ihren 2. Gesamtrang beim fti…remixed Forschungspass ihre Videokamera überreicht bekam, gab es die Möglichkeit, das Ars Electronica Center in Linz zu besuchen. Wir danken nochmals dem Ars Electronica Center für die Möglichkeit und haben die Ausstellung „Außer Kontrolle – was das Netz über dich weiß“ besichtigt. Hier einige der Highlights der Stationen, die meisten von ihnen laden zum Mitmachen und Ausprobieren ein:

Ausstellung „Außer Kontrolle – was das Netz über dich weiß“

Mittlerweile ist für uns eine digitale Identität selbstverständlich, wir besitzen alle eine E-Mail-Adresse, nutzen Google tagtäglich, steuern Webseiten an, schauen uns Videos auf youtube oder vimeo an. Uns ist vielleicht nicht bewußt, dass wir im Web Spuren hinterlassen und geben zum Teil vielleicht auch unbewußt persönliche Daten, wie z.B. Kontodaten, persönliche Vorliegen, Beziehungsstatus, Freizeitinteressen preis, ohne uns viel darüber den Kopüf zu zerbrechen.

Ziel der Ausstellung ist es, eine Ahnung zu bekommen, was Internetdienste an Daten über uns sammeln und was im Zuge einer Vorratsdatenspeicherung künftig alles erfasst wird.

Internet-Timeline:

Die Pinnwand der Weiterentwicklung des Web war recht imposant und machte vor allem bewußt, dass die Anfänge des Internets 1963 mit der Entwicklung von der von den Bell Laboratories entwickelten Mehrbenutzerbetriebssystems Unix schon eine lange Zeit zurücklegen.

 

Die Timeline reicht bis heute bis zur gerade eben auch in Österreich eingeführten Vorratsdatenspeicherung.

Eine Vielzahl von  Künstlern haben sich kritisch mit dem Internet auseinandergesetzt und laden in der Ausstellung zum Nachdenken ein.

Passworthacker

Fotoquelle: Ars Electronica Center

Passwort Hacker: Nicht alle Passwörter sind sicher.  Wie schnell gewisse Passworttypen durch einen Rechner geknackt werden können, zeigt das Projekt der FH Oberösterreich Campus Hagenberg. In atemberaubender Geschwindigkeit werden mehrere Millionen Möglichkeiten ausprobiert. je nach Passwortstärke und -länge kann dies Sekunden oder Jahre Zeit benötigen.

 

Good Morning.

Weltweit begrüßen sich im sozialen Netzwerk Twitter täglich Menschen mit einem „guten Morgen“ in ihrer Sprache. Der lanadische Künstler Jer Thorp hat sämtliche dieser Kurzmitteilungen innerhalb von 24 Stunden aufgezeichnet und die zeitliche Abfolge der Tweets auf einem Globus visualisiert.

Grüne Elemente weisen auf zeitlich sehr frühe Kurzmitteilungen hin, „Tweets“ in Orange wurden um etwa 9.00 Uhr Ortszeit veröffentlicht, die Farbe Rot kennzeichnet Meldungen des späteren Morgens. Schwarz markiert Mitteilungen, die zu einer anderen Tageszeit geschrieben wurden. Die Visualisierung führt darüber hinaus vor Augen, auf welchen Kontinenten Twitter wie intensiv genutzt wird.

 

Newstweek

Wie einfach digitale Informationen zwischen JournalistInnen und LeserInnen manipuliert werden können, zeigt der Einsatz von Newstwek: Als als Netzstecker getarntes Gerät verfälscht dabei mühelos drahtlose Netzwerke wie sie in Cafés, Bibliotheken, Universitäten oder Hotels zu finden sind.

Twistori

welche Themen beschäftigen die Menschen in diesem Augenblick im sozialen Netzwerk Twitter, wo Gedanken als Text in einer Länge von 140 Zeichen veröffentlicht werden.

In Echtzeit zeigt Twistori einen Ausschnitt aktueller Kurzmeldungen, die die Worte „i love“ (ich liebe), „I hate“ (ich hasse), „I think“ (ich denke), „I believe“ (ich glaube), „I feel“ (ich fühle) und „I wish“ (ich wünsche) enthalten.

 

Projektwebsite des  Projektes

 

 

 

 

Facebook

Die Initiative „Europe vs. Facebook“ verlangt v0n Facebook:

  • Transparenz, was die Verwendung personenbezogener Daten angeht.
  • jeder Internetuser und jede Internetuserin soll sich nicht gegen die Veröffentlichung von Daten aussprechen müssen, sondern sich dafür entscheiden können.
  • echte Kontrolle über die eigenen Daten, die bislang auch von FreundInnen an Facebook weitergegeben werden.
  • Datensparsamkeit, um dem schier endlosen Datenmüll entgegenzuwirken, der sich über die Zeit ansammelt.
  • Darüber hinaus stößt sich „Europe vs. Facebook“ daran, dass das soziale Netzwerk manche Daten für immer und ewig speichert – das Löschen dieser Daten ist den UserInnen unmöglich.

 

Eine sehr interessante Ausstellung, die mit vielen Stationen zum Mitmachen einlädt und zum Nachdenken anregt.

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Mai 4th, 2013

Posted In: Rückblick

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