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3. Platz LNF Content-Contest für Schüler (Text): Paul Kofler

Paul Kofler vom Bundesgymnasium/Bundesrealgymnasium Boerhaavegasse Wien besuchte bei der Langen Nacht der Forschung am 22.04.2016 und hat darüber einen Bericht geschrieben.

Der Beitrag von Paul wurde von der Jury mit dem 2. Preis prämiert, fti…remixed gratuliert dazu sehr herzlich.

Content Contest für Schülerinnen von 16-19 Jahren

Content Contest für Schülerinnen von 16-19 Jahren

Forschung als Entwicklungsmotor der Wirtschaft

Ein Ausblick auf die Mobilität der Zukunft

Am 22. April 2016 fand Österreichs größtes Forschungs-Event statt, die Lange Nacht der Forschung. Bei diesem Großereignis hatte die breite Bevölkerung die Möglichkeit Forscherinnen und Forschern über die Schulter zu schauen und aktuelle Projekte, neue Erkenntnisse und Technologien kennenzulernen. Das große Themenspektrum repräsentierte die Diversität der Forschungslandschaft.

Das Image von Wissenschaft und Forschung trägt entscheidend dazu bei, wie viele junge Menschen diesen Karriereweg einschlagen. Umso wichtiger ist es, ansprechende Wissenschafts-Kommunikation zu betreiben und möglichst früh auf die Vielzahl an Berufsfeldern in der Forschung hinzuweisen.

Das scheint bei der siebten Langen Nacht der Forschung am 22. April 2016 gelungen zu sein: Es gab mit mehr als 160.000 Besuchern einen Rekord. An bundesweit 253 Standorten hatten die Teilnehmer die Möglichkeit Forschung als etwas Lebendiges und Aktives zu erleben.

Österreichs Lange Nacht der Forschung hat somit ein wichtiges Ziel erreicht, es wurde vermittelt:

  • Forschung ist für Österreichs Wirtschaft essentiell, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können,
  • Österreich ist ein guter Standort für Forschung und Entwicklung
  • Wissenschaft und Forschung sind attraktive Betätigungsfelder und bieten Jobs der Zukunft.

    Logo: Lange Nacht der Forschung

    Logo: Lange Nacht der Forschung 2016

Forschung als Wettbewerbsvorteil

Forschung ist für eine nachhaltige Entwicklung des österreichischen Wirtschaftsstandorts unabdingbar. Um international kompetitiv zu sein, muss Österreich neue Produktfelder erschließen. Dies ist nur mit Innovationen resultierend aus der Forschung möglich. Mit der Anhebung der Forschungsprämie von zehn auf zwölf Prozent und steuerlichen Zuzugsbegünstigungen für forschendes Personal hat Österreich ein zukunftsweisendes Signal gesetzt.

Der Gedanke der Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren ein Leitbild für politisches, wirtschaftliches und ökologisches Handeln. Seit den Anfängen wurden zahlreiche Definitionsversuche vorgenommen, die im Kern jedoch oft sehr ähnlich sind. Im Prinzip geht es darum, dass künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen als gegenwärtig lebende. Ökologisch gesehen bedeutet dies, dass das Niveau der Emissionen nicht höher sein soll als die Assimilationskapazität und, dass der Verbrauch nicht regenerierbarer Ressourcen durch eine entsprechende Erhöhung des Bestandes an regenerierbaren Ressourcen kompensiert werden muss. Problemlösungsstrategien wurden u.a. im Rahmen der 21. Klimakonferenz vereinbart. Der Beschluss, in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts treibhausgasneutral zu werden, ist ein wichtiger Schritt, um die Auswirkungen des anthropologischen Klimawandels zu minimieren. Die Umsetzung des Beschlusses stellt Österreich allerdings vor eine große Herausforderung: Die Verursacher von Treibhausgas-Emissionen müssen substituiert werden.

In Österreich zählt der Verkehr mit 26 % der Treibhausgas-Emissionen zu den Hauptverursachern. Laut des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) sind die Emissionen im Verkehrsbereich hierzulande seit 1990 um 61 % gestiegen. Um die Vorgaben der EU trotzdem einzuhalten, ist eine Wende in der Mobilität nötig, die nur mit Hilfe von Innovationen basierend auf Forschung realisierbar ist. Die Umstellung auf Elektromobilität erfordert zudem die systemische Integration von fahrzeug-, kommunikations-, steuerungselektronischen und infrastrukturellen technischen Komponenten sowie organisatorischen und nutzerorientierten Konzepten.

Im Zusammenhang mit Elektromobilität ergibt sich somit eine Vielzahl von Forschungsfeldern: Weiterentwicklung von Komponenten wie Elektromotoren, Batterien, Hochleistungselektronik und Steuerungstechnik, die Bereitstellung von Ladeinfrastruktur, Vernetzung von Nutzerinnen, Fahrzeugen, Ladestationen und Energieversorgern.

Die Fahrzeug- und Fahrzeugzulieferindustrie ist einer der bedeutendsten Industriesektoren in Österreich. Derzeit sind in der Automobilindustrie laut Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie rund 175.000 Menschen beschäftigt. Diese tragen mit einer Bruttowertschöpfung von 38 Milliarden Euro wesentlich zur Bedeutung des österreichischen Wirtschaftsstandortes bei. Um einen weltweit führenden Status in der Automobilindustrie zu erreichen, gilt es, in die Entwicklung von alternativen Antriebstechniken zu investieren.

Im folgenden Abschnitt werden 5 Start-Ups vorgestellt, welche ihre Konzepte am Josef-Meinrad-Platz in Wien bei der Langen Nacht der Forschung präsentiert haben.

Die Unternehmenskonzepte der Start-Ups

Das Unternehmen NRGkick entwickelte eine Ladestation für Elektrofahrzeuge. Das Besondere an dieser Ladestation ist, dass sie ultrakompakt ist und einfach an Normsteckdosen angeschlossen werden kann. Weiters bietet das Unternehmen eine Smartphone-App an, welche Informationen über Ladekosten und die geladene Reichweite auf das Handy überträgt.

Auch iconic creative carport widmet sich dem Thema Ladestationen. Ihre Produkte sind zum einfachen Selbstaufbau konzipiert und sollen Kunden vor allem durch ihr Design und vielseitige Nutzbarkeit überzeugen.

Das Produkt von InstaDrive by Vertical konnte man bei der Langen Nacht der Forschung selbst ausprobieren. Es handelt sich um einen faltbaren, emissionsfreien Scooter, der in Zukunft die Fortbewegung in der Stadt erleichtern soll, egal ob auf Radwegen, Straßen oder in Fußgängerzonen

OnDemand Delivery entwickelt eine Fahrzeugflotte, basierend auf schmalen Elektroleichtfahrzeugen in der Geschwindigkeitsklasse unter 50 km/h. Die Elektroleichtfahrzeuge dienen der Warenbeförderung und sind an die Anforderungen des Straßenverkehrs angepasst. Der Wettbewerbsvorteil liegt in der Zustellgeschwindigkeit. Das Reichweitenproblem wird durch ein Wechselakkusystem eliminiert.

Baccobanno ist ein Unternehmen, welches heimische und nachhaltige Materialien zum Fahrzeugbau benutzt. Das Unternehmen bietet die Möglichkeit ein Elektromobil nach individuellen Vorstellungen zu bauen.

Die Kleinunternehmen wollen sich mit ihren Ideen im Technologiebereich international positionieren. Das Interesse der Veranstaltungsbesucher und das Umsatzwachstum mancher Unternehmen beweist das große Potenzial von Elektromobilität in Österreich.

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Juni 29th, 2016

Posted In: Lange Nacht der Forschung, Schule, SchülerInnen-Wettbewerbe, Veranstaltungen

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