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IMAGINE – IKT

fti…remixed Speeddating mit ForscherInnen und EntwicklerInnen

Am Dienstag, 7. Juni, dem 1. Tag der dreitägigen IMAGINE16 Konferenz in Innsbruck, in Kooperation mit der Plattform ECSEL – Hochtechnologie Made in Austria (Electronic Components and Systems for European Leadership – Austria), hatten  Schülerinnen und Schüler der IT-HAK Imst und der HTLinn Anichstraße die Chance, ForscherInnen und EntwicklerInnen aus renommierten Unternehmen kennen zu lernen und sie über ihren Bildungsweg, ihre Arbeit und ihren Forschungsalltag auszufragen.

Projektleitung: Christa Bernert, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)
Konzept u. Moderation: Victoria Matejka und Irmgard Hitthaler (PlanSinn)

Marco Gavagnin beim fti…remixed Speeddating bei der IMAGINE16

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Treffen zwischen SchülerInnen und ForscherInnen waren kurzweilig, denn pro Dialog-Station sind bei einem fti…remixed Speeddating etwa zehn Minuten Zeit. In dieser Zeit konnten die SchülerInnen sechs ExpertInnen aus dem Fachbereich Informations- und Kommunikationstechnologie kennenlernen. Die Diskussionen reichten dabei von Softwareentwicklung, Leiterplattenentwicklung, der richtigen Studienwahl, Statistik, bis hin zu Drohnentechnologie.

Folgende ForscherInnen stellten sich den Fragen der SchülerInnen:

 

Peter Caldera im Gespräch mit den Jugendlichen

Peter Caldera im Gespräch mit den Jugendlichen

 

Peter Caldera studierte Nachrichtentechnik an der TU Graz und arbeitet bei Intel Austria als Head of System Verification for Communication Products in Villach.
Als symbolischen Gegenstand für seine Forschertätigkeit brachte er ein Gateway mit: Ein Breitbandmodem (High Speed Digital Subscriber Line – VDSL), das noch nicht am Markt erhältlich ist. Peter Caldera thematisierte mit den Jugendlichen, welche Aufgaben und Schwierigkeiten dabei entstehen, ein solches Breitbandmodem zu entwickeln. Die Technologie dient zur sicheren Kommunikation zwischen unterschiedlichen Systemen bzw. Domains. Am Smartphone zeigte er den SchülerInnen einen Videoclip über die Intel Lichtshow mit 100 Drohnen. Vier Piloten steuerten mit Hilfe von Intel-Rechnern die mit LED Leuchten versehenen Drohnen. Ein Orchester begleitete live das Ballett.

 

 

 

 

Nathalie Vollert sprach zum Thema Statistik

Nathalie Vollert sprach zum Thema Statistik

Nathalie Vollert von der Firma Carinthian Tech Research AG (CTR) studierte technische Mathematik und Datenanalyse mit Vertiefung auf Statistik an der Universität Klagenfurt. Sie sieht sich als Statistikerin eher als eine Exotin in der technischen Forschung. Nicht desto trotz ist ihre Expertise sehr wichtig.
Mitgebracht hat sie einen kleinen und einen noch viel kleineren Scanner. Frau Vollert erklärte, ein neues Gerät, in dem Fall der winzige Scanner, wird in der Produktentwicklung erst am Computer simuliert. Durch die Daten, die in technischen Simulationen gewonnen werden, eruiert sie, wie das Modell aussehen muss, um allen Parametern zu entsprechen. Damit zum Beispiel der winzige Scanner die selben Fähigkeiten hat, wie das größere Vorgängermodell.

 

 

 

 

 

 

 

 

Markus Puff und Johann Pichler von Epcos OHG

Markus Puff und Johann Pichler von Epcos OHG

Markus Puff und Johann  Pichler arbeiten bei der Epcos OHG, im Bereich Produktentwicklung. EPCOS ist ein Unternehmen der TDK Group und ist ein Hersteller von elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen.
Sie stellen Elemente aus vielschichtigen Keramikteilen her mit deren Hilfe Plasma entsteht, auch der 4. Aggregatszustand genannt. Moleküle aus der Luft werden umgeformt, die Elektronen werden freigesetzt und so in eine neue Energieform verwandelt. Die SchülerInnen konnten dieses Plasma durch kleine lila Blitze erkennen. Diese neue Erfindung wird dazu benutzt Oberflächenstrukturen zu verändern oder auch um Wunden zu desinfizieren. Außerdem haben die beiden Experten verschiedene Keramikelemente mitgebracht, die zeigten, wie sie in den unterschiedlichen Forschungsstadien aussahen und wie sie sich mit der Zeit entwickelten.

 

 

 

 

Andrea Leitner spraach zum Thema Softwareentwicklung

Andrea Leitner spraach zum Thema Softwareentwicklung

Andrea Leitner hat an der Universität Graz Softwareentwicklung studiert und ihr Doktorat der Technischen Wissenschaft abgeschlossen. Nun arbeitet sie in diesem Bereich bei AVL List GmbH. Bei AVL werden Autos getestet. Auch hier wird das neue Objekt erst simuliert, ein Modell gebaut und anschließend getestet. Frau Leitners Tätigkeit ist die Entwicklung der Software, die die neuen Modelle bestmöglich testet. Für sie ist der Bereich Softwareentwicklung ein sehr spannender, da er in so gut wie jedem technischen Forschungsbereich gebraucht wird und ihre Arbeit daher sehr vielseitig sein kann. Frau Leitner ist zudem ehrenamtlich bei FEMtech tätig, einer Initiative des bmvit, die Frauen in Naturwissenschaft und Technik fördern und unterstützen.

 

 

 

 

 

Siegfried Krainer sprach über Drohnenentwicklung

Siegfried Krainer sprach über Drohnenentwicklung

Siegfried Krainer hat die HTL für Flugtechnik besucht und daraufhin das Physikstudium an der TU Graz abgeschlossen. Nach mehreren Jahren Berufserfahrung hat er am AIT – Austrian Institute of Technology seine Dissertation im Bereich Biosensorik und Molekularbiologie verfasst. Heute arbeitet Siegfried Krainer beim Unternehmen Infineon Technologies Austria AG und ist seit 2013 auch in der Lehre tätig und lehrt am MCI Innsbruck und an der FH Villach. Seine Forschungsfelder liegen im Bereich Leistungselektronik, Mechatronische Systeme, Automatisierungstechnik und Elektrodynamik.
Zum fti…remixed Speeddating brachte Siegfried Krainer eine Drohne mit und verdeutlichte anhand dieser, welche Soft- und Hardware in diesem Produkt stecken. Von Robotik über Schalt- und Softwareentwicklung, Chipkarten, Antikollisionssysteme und vielem mehr. Er sprach aus seinem Berufsalltag und erklärte dass vor allem große Technologieunternehmen Geld in die Forschung investieren um neue Kenntnisse und mehr Wissen zu generieren.

 

 

 

 

 

Marco Gavagnin im Gespräch mit den Jugendlichen

Marco Gavagnin im Gespräch mit den Jugendlichen

Marco Gavagnin studierte Chemie in Padua und schrieb seine Dissertation am Institut für Festkörperelektronik der Technischen Universität Wien (TU). Marco Gavagnin arbeitet bei Austria Technologie & Systemtechnik als Technologie-Früherkenner. Er identifiziert neue Technologien und evaluiert ihre Brauchbarkeit für das Unternehmen.

Als Anschauungsbeispiel hatte er Leiterplatten mitgebracht. Dabei wurde ersichtlich wie sich die Leiterplatten im Laufe der Zeit entwickelt haben und mittlerweile so klein sind, dass sie in ein Handy reinpassen.

 

 

 

 

 

Nachdem der Gong zum letzten Mal erklungen war und die SchülerInnen und ForscherInnen sich gegenseitig kennengelernt hatten, wollten wir natürlich wissen, was denn alles gesprochen und erfahren wurde.

Nicht nur Fragen zu den jeweiligen Forschungsobjekten und Forschungsbereichn wurden gestellt, sondern auch zum Arbeitsalltag der teilnehmenden ForscherInnen und EntwicklerInnen. Teils wollten die Jugendlichen wissen, wie denn das Arbeitsumfeld und die Zusammenarbeit mit KollegInnen aussieht, wieviel bestimmte Produkte kosten und wo welche Produkte im Konkreten angewendet werden. Ebenso wollten die SchülerInnen wissen, an welchen Zukunftsideen aktuell geforscht wird und welche praktischen Anwendungsmöglichkeiten bestehen.

 

 

 

 

Thematisiert wurde der Unterschied von der Arbeit in der Industrie und in der Forschung. Wobei ein Jugendlicher bereits jetzt weiß, dass sein Weg in die Forschung führen wird.

Einen Lieblingstisch zu benennen war nur schwer möglich, da an allen Thementischen unterschiedliche Themenbereiche angeschnitten wurden und Spannendes erfahren werden konnte.

Selbst die ForscherInnen haben im Alter von 18 Jahren noch nicht gewusst, wohin sie ihr Weg einmal führen wird. Marco Gavagnin hat in seiner Schulzeit selbst Events mit ForscherInnen besucht, doch leider war der Austausch damals nicht so interaktiv wie das fti…remixed Speeddating.

Am Schluss rief Siegfried Krainer die SchülerInnen auf stets kritische Fragen zu stellen, denn nur so können Entwicklungen vorangetrieben werden und „Technik die Welt verändern“.

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Juni 16th, 2016

Posted In: Berufsbilder, ForscherInnen-Speeddating, Forschungsgegenstände, Frauen in der Forschung, IKT, Informationstechnologien, Rückblick

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