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Die 6. Klasse des … durfte beim Österreichischen Weltraum Forum in Innsbruck einen Marsroboter steuern, Raumanzughandschuhe anziehen und ganz viele interessante Informationen mit nach Hause nehmen, denn am Ende gab es eine Präsentation über den Mars.

Zuerst wurden die Schüler mit Dr. Gernot Grömer und seiner Assistentin bekannt gemacht. Gleich danach fuhren alle gemeinsam in den 8. Stock des Universitätsgebäudes, um den genaueren Ablauf zu erfahren und in zwei Gruppen geteilt zu werden. Die erste Gruppe durfte mit der Assistentin in das nebenan liegende Komplex für Quantenoptik und Quanteninformation wandern, die zweite Gruppe blieb bei Dr. Grömer und hörte sich die Präsentation an.
Im 2. Stock angekommen, fingen schon die ersten Augen an zu glänzen. Warum? Die Gruppe durfte einen echten Marsroboter namens „Dignity Rover“ steuern und Gegenstände vom Boden aufheben. Die Steuerung erfolgte über einen Joystick und auf zwei Monitoren konnte man die auf dem Roboter montierten Web-Kameras für die bessere Sicht nutzen. Einen Stift aufheben? – Gar kein Problem für den „Dignity Rover“.

Wenige Meter daneben, im Arbeitsbereich für Raumanzüge und deren Zubehör, wurden die Burschen darüber informiert wie ein Raumanzug konstruiert wird. Nach einigen Fakten durften die Schüler dann Raumanzughandschuhe anprobieren, um sich für kurz ausmalen zu können, wie eingeschränkt der Tastsinn eines Astronauten mit solchen Handschuhen ist. Den Schüler fällt es sehr schwer Gegenstände in die Hand zu nehmen und sie festzuhalten.

Der ultimative Test: Schuhe zubinden mit Raumanzughandschuhen

Bei den Jungs scheitert es bereits beim Knoten. Als die Mädchengruppe von dem Test, Wind bekommt, möchte sie es ebenfalls versuchen. Alle hatten es sich sehr einfach vorgestellt, doch bald hieß es „Oje! Wie mache ich das jetzt?“, aber mit viel Mühe und Anstrengung schafften es die Mädchen letztendlich doch, sich die Schuhe zu binden.

Ein solcher Raumanzug wiegt auf der Erde über 150kg, auf dem Mars entspricht dieses Gewicht etwa 45kg – deutlich weniger. Alleine die Akkus, die für Heizung, Sprechfunk und Sauerstoffversorgnung benötigt und ebenfalls speziell konstruiert werden, wiegen eine Menge. Ein Astronaut kann sich seinen Anzug selbst nicht anziehen und es ist gar nicht so leicht in einen solchen hineinzuschlüpfen, denn zum Anziehen benötigt der Astronaut zwischen zwei und vier Stunden. Um die 10 Kilometer Kabel werden in jedem Raumanzug verlegt. Nach 45 Minuten war die Zeit um und die Gruppen wurden getauscht.

Nun folgte die angekündigte Präsentation des Doktors zum Thema „Mars-Expedition“. Der Mars ist ein Geheimnis für sich, denn er ist 83.000.000 Kilometer von der Erde entfernt und ist von Kratern geprägt über die man noch nicht allzu viel weiß.
Auf dem Mars gibt es ebenso: Berge, einen „Grand Canyon“, Staubfälle und Staubteufel. Es gibt Beweise dafür, dass der Mars, Ozeane mit bis zu 3 Kilometern Tiefe hatte – doch gab es jemals Lebewesen auf dem Mars? Man weiß es nicht. Experten arbeiten mit Astrobiologen zusammen, um der Sache näher auf den Zahn zu fühlen. Dr. Gernot Grömer schätzt, dass in 20 Jahren der erste Mensch auf dem Mars landen wird, nachdem er 6 Monate für die Hinreise benötigt hat, aber die ersten Vorbereitungen und Übungen werden bereits absolviert. In der Sahara werden Astronauten im Februar mit ähnlichen Zuständen wie auf dem Mars konfrontiert und Innsbruck wird das „Mission Support Center“ sein – darauf ist Dr. Grömer besonders stolz.
Der Match-Besuch neigte sich seinem Ende zu und die faszinierten Schüler durften gleich danach in einem Interview erzählen, wie toll sie die kurze Reise in eine „andere Welt“ fanden.


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