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Speed your Career’16

fti…remixed Speeddating

Am 26. April 2016 fanden zwei fti…remixed Dialogveranstaltungen mit ForscherInnen und SchülerInnen im Rahmen der CareerFair am FH Campus Wien statt. Teilgenommen haben dabei insgesamt 90 SchülerInnen der HTBLA Eisenstadt, des Bundesrealgymnasiums Franklinstraße 1210 Wien, der Neuen Mittelschule Singrienergasse 1220 Wien und der Neuen Mittelschule in 1160 Wien, Koppstraße 110/II.

Projektleitung: Christa Bernert, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
Konzept u. Moderation: Victoria Matejka und Irmgard Hitthaler (PlanSinn)
fti...remixed Speeddating

 

Während der zwei Speeddatings konnten die SchülerInnen sechs spannende ForscherInnen und ExpertInnen aus unterschiedlichen Disziplinen kennenlernen. Die Diskussionen reichten dabei von künstlicher Intelligenz, 3D Druckern, der richtigen Studienwahl, die Sicherheit bei der Nutzung von Smartphones, bis hin zu Genderaspekten in der Gestaltung öffentlicher Räume und vielem mehr.

Folgende ForscherInnen stellten sich den Fragen der SchülerInnen und waren mit Begeisterung dabei:

 

Dilek Demir im Gespräch mit den Jugendlichen
Dilek Demir im Gespräch mit den Jugendlichen

Dilek Demir forscht derzeit im Zuge ihrer Doktorarbeit am Institut für Materialchemie an der Technischen Universität Wien im Bereich „nichtlineare Spektroskopie“. Aktuell arbeitet sie an einer neuen Diagnosemethoden mit aufwendigen Lasern. Testobjekte sind Katalysatoren, wie man sie in Autos finden kann. Beim Starten des Motors ist die Emission von Kohlenstoffverbindungen sehr hoch. Um diesen Schadstoffausstoß zu verringern, arbeitet das Forschungsteam mit diversen Metallverbindungen (Palladium, Platin, Nickel, Kobalt…), die in den Auspuff des Autos eingearbeitet werden können. Die Diagnose Methode, an der Frau Demir forscht, kann dazu genutzt werden, Oberflächen zu testen und herauszufinden, welche Atome sich darauf befinden. Getestet werden auch Flüssigkeiten und biologisches Material. An ihrem Laptop konnten sich die Jugendlichen eine Animation der Diagnosemethode anschauen.

 

 

 

Elisabeth Olsacher vom Büro für nachhaltige Kompetenz
Elisabeth Olsacher vom Büro für nachhaltige Kompetenz

Elisabeth Olsacher hat an der Universität für Bodenkultur in Wien Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung studiert. Sie arbeitet im Büro für nachhaltige Kompetenz in Wien. Das Büro ist spezialisiert darauf, in den scheinbar „geschlechtsneutralen“ Bereichen wie zB Stadt-, Landschafts- und Verkehrsplanung oder in technologieorientierten Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die Relevanz von Gender und Diversity aufzuzeigen und gemeinsam mit den handelnden Personen Strategien zu entwickeln, Genderperspektiven auch in diese Felder einzubringen.
Als Forschungsgegenstand hat Elisabeth Olsacher einen Freiraum Entwurfsplan mitgenommen, anhand diesem sie die genannten Aspekte erklärte.

 

 

 

Marcus Keding spricht über Energiespeicherung
Marcus Keding spricht über Energiespeicherung

Marcus Keding, hat Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Hamburg-Harburg studiert und ist Studiengangsleiter für Energie- und Umweltmanagement an der FH Burgenland. Er beschäftigt sich mit Wasserstoffspeicherung, Energietechnik, Thermodynamik und der Entwicklung von innovativen Wasserstoffspeichersystemen und Mikro-Power-Konverter für terrestrische und Weltraumanwendungen. Dabei erforscht und entwickelt er Mikroantriebe und fortgeschrittene Energie-Technologien für den Weltraum und für terrestrische Spin-off Anwendungen. Unter Spin-off Anwendung versteht man die Nutzung von Innovationen und Technologien in einem Bereich, für die sie ursprünglich nicht entwickelt worden sind.

Als Forschungsgegenstand hatte er kleine Mikroglaskugeln mitgebracht, so klein, die wie Staub aussehen. Mit diesen verdeutlichte er, wie in Zukunft Wasserstoff gespeichert werden kann und so dabei hilft, erneuerbare Energie für Alle nutzbarer zu machen.

 

 

 

Karim Jafarmadar beschreibt das Happylab
Karim Jafarmadar beschreibt das Happylab

Karim Jafarmadar studierte an der Technischen Universität Wien Software and Information Engineering. Gemeinsam mit einem Kollegen hat er das Happylab konzipiert und aufgebaut. Das im Jahr 2010 gegründete „FabLab“ ist ein Ort, an dem Ideen und technisch-kreative Projekte mit Hilfe von Lasercutter, 3D Drucker, CNC-Fräsen und Vinylplotter sofort umgesetzt werden können.

Als Forschungsgegenstand hat Karim Jafamader einen im 3D Drucker erzeugten Schach-Turm mitgebracht. Nur 3D-Drucker können so filigrane Formen aus Plastik herstellen.

 

 

 

 

David Stezenbach informiert über IT-Sicherheit
David Stezenbach informiert über IT-Sicherheit

David Stezenbach forscht und arbeitet am FH Campus Wien zum Thema IT-Sicherheit. Er studierte Informatik an der Universität Würzburg und war nach dem Studium in der Forschungsgruppe Future Communications an der Universität Wien als Universitätsassistent tätig. Den SchülerInnen vermittelte David Stezenbach wie einfach es sein kann sich Zugriff auf ein fremdes Handy zu verschaffen und mitzulesen, was andere posten, suchen oder schreiben, aber auch welche Passwörter sie eingeben.

Die Wichtigkeit von IT-Sicherheit, vermittelte David Stezenbach auch anhand eines 1minütiges Video, das er zum Speeddating mitgebracht hatte.

 

 

 

 

Robotik ist das Thema bei Karima Khlousy-Neirukh
Robotik ist das Thema bei Karima Khlousy-Neirukh

Karima Khlousy-Neirukh hat auf der FH Technikum Wien ihren Bachelor in Mechatronik und Robotik gemacht. Aktuell befindet sie sich im Masterstudium für „Embedded Systems“, also Computer, die in einem technischen Kontext eingebettet sind und für den Benutzer bzw. für die Benutzerin weitgehend unsichtbar sind. Bei komplexen Gesamtsystemen handelt es sich dabei meist um eine Vernetzung einer Vielzahl von ansonsten autonomen, eingebetteten Systemen (zB in einem Flugzeug).
Karima Khlousy-Neirukh sprach während den Dialovgeranstaltungen über ihren Schwerpunkt der Robotik und hatte als Forschungsgegenstand einen Legoroboter mitgebracht, der während der Aktion über den Tisch „rauschte“.

 

 

 

Nachdem der Gong zum letzten Mal erklungen war und die SchülerInnen und ForscherInnen sich gegenseitig kennengelernt hatten, wollten wir, das fti…remixed Team, natürlich wissen, was denn alles gesprochen und erfahren wurde.

Karim Jafarmadar vermittelte, dass das Happy Lab für Jeden offen steht, in dem selbst Sachen erforscht und entwickelt werden können. Es wurden Fragen zur Funktion des 3D Druckers gestellt und wie geistiges Eigentum (intellectual property) geschützt werden kann. Dabei wurde auch das Thema „Open Source“ angeschnitten und diskutiert.

Einige SchülerInnen nannten ihre Lieblingstische: Faszinierend fanden viele die Sicherheit im Internet sowie die Sicherheit bei der Nutzung spezieller Social Media Plattformen. Die Snapchat App speichert zwar keine Fotos, jedoch ist ein Zugriff darauf theoretisch möglich, da die Fotos bereits einmal übers Netz versendet worden sind. Einige SchülerInnen haben laut David Stezenbach erstaunt geschaut, was man machen kann und was nicht. Dass man das Internet vorsichtig nutzen sollte, ist jedenfalls bei allen SchülerInnen angekommen.

Elisabeth Olsacher hat vor allem über Freiraumplanungen gesprochen und welche Aspekte in Punkto Gender mitbedacht werden müssen. Für viele war es überraschend, welche Aspekte bei Planungen mitbedacht werden müssen um nachhaltig Erfolg zu erzielen.

 


Dilek Demir wurde häufig nach ihrer eigenen Bildungsbiografie gefragt aber auch danach, was man in der Materialchemie alles machen kann und wie dies mit den Abgasen funktioniert.

Für Martin Zwifl, einem fti…Scout, der bereits bei der Langen Nacht der Forschung am 22. April als Reporter unterwegs war und ForscherInnen und Forschungseinrichtungen besucht hat, fand vor allem den Tisch Nr. 5 mit dem Thema Energiespeicherung spannend.

So manche Forscherin bzw. so mancher Forscher wurden danach gefragt, wie viel man denn verdiene. Angeblich waren daraufhin einige TeilnehmerInnen motiviert, später einmal ForscherIn zu werden. Am Ende der Speeddating Runden sprach Karima Khlousy Neirukh noch ein sehr wichtiges Thema an: „Frauen in der Forschung“. Eine Jugendliche habe sie gefragt, ob sie als Frau in der Technik bereits mal diskriminiert wurde. Dazu meinte sie: „Lektoren die etwas älter sind und ein etwas anderes Frauenbild haben, haben mich schon mal komisch angeschaut und auch etwas blöd angesprochen. Aber richtig diskriminiert nicht.“

Nachdem die SchülerInnen sich mit einem Applaus von den ForscherInnen verabschiedet hatten, hielten Sie ihre Eindrücke an einem Poster fest!

 

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