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Speeddating “BeSt Science”

 

Ein fti…remixed Speeddating zu Forschungsthemen bei der BeSt Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung im Messezentrum Salzburg.

“BeSt Science”: fti…remixed Speeddating im Messezentrum Salzburg

Am 21. November 2013 fand im Rahmen der BeSt Messe für Beruf Studium und Weiterbildung in Salzburg die fti…remixed Speeddating Dialogveranstaltung “BeSt Science” statt. Die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse des Akademischen Gymnasiums Salzburg in Begleitung ihres Professors Dr. Wolfgang Mayer bekamen die Gelegenheit, den sechs anwesenden ForscherInnen ihre Fragen zu stellen.

Diese Forscherinnen und Forscher stellten sich den Fragen der Jugendlichen:

  • Dipl.-Ing. (FH) Matthias Hartmann
    Forschungsthema: Leichtbautechnologie
    Scientist
    Austrian Institute of Technology – Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen
  • DI Markus Leeb
    Forschungsthema: Smart Building
    Senior Lecturer Building Technology
    FH Salzburg GmbH, Kuchl
  • Dipl.-Geogr. Paul Schattan
    Forschungsthema: Klimawandelanpassung
    Gebirgshydrologe
    alpS GmbH – Centre for Climate Change Adaptation
  • Maga DI Viktoria Willner
    Forschungsthema: e-Health; Geoweb- und Lokalisierungstechnologien
    Forschung und Entwicklung
    Salzburg Research
  • Caroline Atzl, MSc. und Bernhard Vockner, MSc
    Forschungsthema: Geoinformatik
    Researcher
    Research Studios Austria iSPACE


fti…remixed im online LiveStream

Im Vorfeld des Speeddatings fand ein Gespräch auf der Hauptbühne der BeSt Messe statt, bei der die Initiative fti…remixed vorgestellt wurde. Dabei waren:

  • Mag. Christa Bernert, fti…remixed Projektleiterin, bmvit
  • Isabel Lesjak, fti…remixed Scoutin
  • Dipl.-Ing. (FH) Matthias Hartmann, Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen
  • Maga DI Viktoria Willner, Salzburg Research

Dieses Gespräch wurde im online LiveStream der BeSt Messe übertragen. Zur selben Zeit waren die SchülerInnen des Akademischen Gymnasiums auf der BeSt Messe unterwegs, um sich über unterschiedliche Berufs- und Bildungsmöglichkeiten zu informieren.

Um 14:00 war es dann so weit – das fti…remixed Speeddating BeSt Science wurde mit einer Begrüßung und Vorstellung der Initiative von Christa Bernert eingeleitet. Im Anschluss erklärten die beiden ModeratorInnen, Wolfgang Gerlich und Stefanie Gartlacher von PlanSinn, den Ablauf des Speeddatings und gaben den Jugendlichen ein paar Tipps, wie man die Zeit mit den ForscherInnen bestmöglichst nutzen kann.

Matthias Hartmann vom Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen.

Bevor die erste Dating-Runde eingeleitet wurde, stellten sich die anwesenden Forscherinnen und Forscher kurz vor. Alle von ihnen hatten auch einen Forschungsgegenstand dabei, anhand dessen sie ihre Arbeit den Jugendlichen anschaulicher zeigen konnten. Als erster war Matthias Hartmann vom AIT Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen an der Reihe. Als Anschauungsobjekt hatte er gleich große Metallwürfel mit, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Massen in ihrem Gewicht stark variieren. Auf die Frage, wofür die Leichtmetalle eingesetzt werden, antwortete Matthias Hartmann: „Leichtmetalle werden beispielsweise in der Industrie als Strukturbauteile verwendet.“

Markus Leeb von der FH Salzburg.

 

 

 

Auf Tisch Nummer 2 stellte sich Markus Leeb von der FH Salzburg, Studienrichtung „Smart Building“ vor. Was ein smartes Gebäude ausmacht, erklärte er folgendermaßen: „Es ist ein Gebäude, das nachhaltig gebaut wurde und effiziente Gebäudetechniken vereint. Es verbraucht wenig Energie, eventuell produziert es sogar Energie.“

Paul Schattan von alpS beschäftigt sich mit dem Thema Klimawandelanpssung.

 

Als Nächster war Paul Schattan von alpS an der Reihe. Er beschäftigt sich in seiner Arbeit mit dem Thema Klimawandelanpassung, vor allem im Bereich der Gebirgshydrologie. „Um Anpassung zu verstehen, muss man sich zuerst einmal bewusst werden, dass sich das Klima verändert und wir uns daran anpassen müssen. Um dieses Bewusstsein zu schärfen, sind wir an Schulen unterwegs, oder halten Workshops ab. Letzte Woche beispielsweise waren wir in Lech und haben mit TouristikerInnen über Klimawandelanpassung gesprochen,“ erklärte Paul Schattan.

Viktoria Willner von Salzburg Research.

 

 

 

Viktoria Willner berichtete in der Eingangsrunde kurz über ihren beruflichen Werdegang. Bevor sie ihre Arbeit bei Salzburg Research begann, absolvierte sie die zwei Studien Medizinische Informatik und Informatikmanagement in Wien. „Ich habe mich immer schon für Technik interessiert, aber auch für Medizin. Um diese beiden Interessen zu kombinieren, war das Studium idael. In meiner Arbeit bei Salzburg Research beschäftige ich mich mit Assistenzsystemen für ältere Menschen, die an Demenz leiden,“ so Viktoria Willner.

Carolina Atzl und Bernhard Vockner von iSPCE zeigten ihre Arbeit anhand eines Tablets.

 

Am Tisch Nummer 5 präsentierten Caroline Atzl und Bernhard Vockner von iSPACE ihre Arbeit. „Geoinformatik ist die Kombination aus Geographie und Informatik. Unser Themenbereich ist die Echtzeitintegration von Daten und deren Visualisierung. Auf den Tablets ,die wir mitgebracht haben, wollen wir zeigen, wie so etwas konkret aussehen kann,“ berichtete Caroline Atzl. Auf die Frage, wie ein Arbeitsalltag bei iSPACE aussehen kann, antwortete Bernhard Vockner: „Wir verbringen viel Zeit vor dem Computer. Aber bei Usability-Tests sind wir auch draußen und arbeiten mit NutzerInnen um herauszufinden, wie einfach die Anwendungen, die wir erstellt haben, zu bedienen sind.“

 

 

Nach der Vorstellung der Forscherinnen und Forscher leitete der Gong die erste Dating-Runde ein. Auf fünf Tischen hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, spannende Forschungsinhalte zu diskutieren und die beruflichen Werdegänge der ForscherInnen kennenzulernen. Es gab auch einen Pausentisch, an dem sich die Jugendlichen bei Saft und Keksen stärken konnten.

Die Speeddating-Runden

Bei jeder Runde wurden unterschiedliche Themen diskutiert – meist solche, die im Schulunterricht nicht vorkommen. „Es waren sehr viele Themen dabei, von denen wir in der Schule nicht viel hören. Das hat mir wirklich Spaß gemacht“, berichtete eine Schülerin. Um neue Themenbereiche anschaulich erklären zu können, waren die mitgebrachten Forschungsgegenstände sehr hilfreich. „Es war super, dass an jedem Tisch etwas hergezeigt wurde. So konnte man sich besser vorstellen, was die Forscherinnen und Forscher in ihrer Arbeit machen“, berichtete dazu ein Schüler des AG Salzburg. Neben inhaltlichen Themen wurde an den Tischen auch über den Alltag der ForscherInnen gesprochen. Dabei wurden manche Vorstellungen revidiert. „Was mich doch überrascht hat ist, dass die ForscherInnen sehr viel Zeit im Büro verbringen. Ich habe mir vorgestellt, dass man als ForscherIn etwas mehr draußen unterwegs ist“, zeigte sich ein Jugendlicher überrascht.

Als Anschauungsobjekt brachte Paul Schattan einen Eisblock mit.

 

Zum Abschluss des Speeddatings kamen nochmals alle ForscherInnen zu Wort. „Das Speeddating heute war sehr interessant für mich. Normalerweise halte ich Vorträge vor Fachpublikum. Es ist durchaus herausfordernd, 13-15 Jährigen nummerische Simulation näherzubringen. Das hat manchmal gut funktioniert, manchmal weniger“, so Matthias Hartmann. Dass er sein Wissen jedoch gut an die Jugendlichen vermitteln konnte, bestätigte eine Schülerin aus der Runde: „Ich fand den Tisch mit den Metallen total super. Es ist nur sehr schade, dass man viel Mathematik braucht, wenn man in dem Bereich arbeiten will. Mathe zählt nämlich nicht zu meinen Lieblingsfächern.“

Viktoria Willner im Dialog mit den SchülerInnen.

 

 

 

Es waren auch einige Fragen der Jugendlichen dabei, die die ForscherInnen überraschten. „Es war überraschend, dass manche Fragen sehr in die Tiefe gegangen sind und dass sehr unterschiedliche Fragen gestellt wurden. Es war eine Herausforderung, die mir sehr viel Spaß gemacht hat“, berichtete Markus Leeb. Diese Erfahrung teilte auch Viktoria Willner: „Es war sehr spannend, wie unterschiedlich die Gruppen waren. Manche haben sehr detaillierte Fragen gestellt, zum Beispiel im technischen Bereich. Andere wiederum wollten wissen, wie das Leben als Forscherin so ist und manchmal ging es um das Thema Demenz allgemein“.

Auch wenn sehr viele neue Forschungsbereiche an den Speeddating-Tischen besprochen wurden, waren auch Themen dabei, mit denen sich die Jugendlichen schon im Vorfeld beschäftigten. „Was mich immer wieder erstaunt hat war, dass viele der Jugendlichen schon sehr viel wussten. Das freut mich, denn es ist sehr wichtig, das Bewusstsein für die Veränderung des Klimas bei jungen Menschen zu schärfen,“ so Paul Schattan.

Bernhard Vockner freute sich über die vielen Fragen der Jugendlichen.

Auch für Caroline Atzl und Bernhard Vockner hat das Speeddating einige neue Erkenntnisse gebracht. “Wir haben natürlich auch etwas dazu gelernt – es war wirklich eine spannende Bandbreite an Fragen dabei“, berichtete Bernhard Vockner. „Es war interessant zu sehen, dass die Jugendlichen selten das Thema Datenschutz ansprachen. Die Fragen waren sehr offen, die Jugendlichen sind den Umgang mit Smartphones gewohnt und kennen sich sehr gut damit aus,“ so Caroline Atzl.

Ein schönes Schlussstatement kam von einem der SchülerInnen: „Ich finde es wirklich toll, dass die ForscherInnen heute hier waren und sich dazu bereit erklärt haben, ihr Wissen an uns weiterzugeben. Ich respektiere die Arbeit von allen.“

 

 

Zum Schluss gab es noch einen kräftigen Applaus für alle Forscherinnen und Forscher. Auch Herr Mayer bedankte sich im Namen der SchülerInnen bei den ForscherInnen und dem bmvit für die spannende Gelegenheit, Forschung aus nächster Nähe erfahren zu dürfen.

Die Metallwürfel veranschaulichten die Arbeit von Matthias Hartmann sehr gut.

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