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Wie reise ich nun am sichersten?

Um seine täglichen Ziele zu erreichen, oder Urlaubsorte zu erreichen benötigt man die unterschiedlichsten Verkehrsmittel. Grob unterschieden gibt es da Flugzeuge, Züge, Schiffe, Autos, Fahrräder, die eigenen Füße oder Motorräder. Für jedes einzelne Vehikel gibt es verschiedene Unfallstatistiken und Sicherheitsvorkehrungen, die unbedingt zu beachten sind. So sollte sich jeder am besten selbst informieren und anschließend abwägen, für welchen Verkehrsträger er oder sie sich entscheidet.

Über den Wolken

Weltweit ist das Flugzeug als sicherstes Verkehrsmittel bekannt und bringt tagtäglich viele Reisende an ihr Ziel, denn obwohl sich der Flugverkehr seit 1980 verdreifacht hat, ist die Anzahl der Unfälle gesunken. Zu den sichersten Airlines zählen zum Beispiel die australische Quantas und die arabischen Emirates. Austrian Airlines liegt mit einem Unfall im Jahre 1973 auf Platz 23 im Ranking der sichersten Fluglinien.

Zu den meisten tödlichen Unfällen kommt es bei kleinen Flugzeugen und besonders gefährlich sind die Start- und Landephasen. Weiters wird die Hälfte aller Unglücke durch Pilotenfehler verursacht.

Zusammenfassend ist es aber wahrscheinlicher, auf dem Weg zum Flughafen zu verunglücken als mit dem Flugzeug selbst.

Auf Schienen

Die Eisenbahn gilt im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern als sehr sicher. Doch auch hier lassen sich Unglücke nicht völlig ausschließen. Da die Bahn jedoch ein Massentransportmittel ist, können Karambolagen ein beträchtliches Schadensausmaß annehmen. Oft zeigen Unfälle, aber auch Beinahe-Unfälle, Sicherheitsmängel auf, die bis dahin nicht oder zu wenig beachtet wurden.

Laut Statistiken gilt die Bahn jedoch als 2. sicherstes Fahrzeug. Rechnet man nämlich die Anzahl von Crashs auf die zurückgelegten Strecken hoch, ist das Reisen per Zug dreimal sicherer als das Autofahren.

Außerdem ist zu beachten, dass zwar nur wenige Bahnfahrgäste verunglücken , doch beim Versuch, Eisenbahnschienen zu überqueren, sterben jedes Jahr mehrere Tausend Menschen.

Auf hoher See

Safety First ist eines der wichtigsten Leitsätze der Seefahrt. Gerade auf Kreuzfahrt-
schiffen wird dieses Thema besonders groß geschrieben. Seit 2002 haben alle Hochsee
tüchtigen Kreuzfahrtschiffe eine Blackbox an Bord, ähnlich einem Flugschreiber der die wichtigsten Daten aufzeichnet.

Seit 1997 müssen alle Kreuzfahrtschiffe Rauchdetektoren und Feueralarmmelder in allen öffentlichen Räumen, Passagierkabinen, Fluren und Treppenhäusern haben. Ferner sind Leuchtmarkierungen auf dem Boden vorgeschrieben, die die Fluchtwege anzeigen. Alle feuersicheren Türen müssen von der Brücke aus geöffnet und geschlossen werden können. Ein Feueralarmplan muss in allen Kabinen hängen. Die Vorschriften gehen sogar noch weiter: Ab 2010 wird die Verwendung von brennbaren Materialien beim Kreuzfahrtschiffbau verboten werden. Auch Brand- und Notfallübungen müssen die Crews regelmäßig durchführen

Dennoch geschehen immer wieder Unfälle und Katastrophen, insbesondere bei erdölbeladenen Ozeanriesen. Die meisten Schiffsunfälle ereignen sich durch Totalausfall der Steuerung bzw. Maschinenschaden- in beiden Fällen kann man das Schiff kaum mehr lenken. Weitere Ursachen sind – neben Alkoholeinfluss und menschlichem Versagen – vor allem zu harte Steuerungsaktionen bei einem Ausweichmanöver. Im Gegensatz zu einem Landfahrzeug reagiert ein Schiff nicht sofort auf eine Steuerungsänderung, sondern verändert seinen Kurs mit mit großer Verzögerung. (Faustformel: Länge des Schiffes mal 10- bei einem Schiff von 100 m somit etwa 1 km Längsfahrt bis es zu einer effektiven Ausweichbewegung kommt.)

Spritztour mit dem Auto

Pannen, Auffahrunfälle, Alkohol am Steuer, Konzentrationsmangel, Massenkarambolagen- all diese Unfälle ereignen sich leider immer noch sehr häufig auf unseren Straßen.

Die meisten Unfälle werden durch zu schnelles Fahren, Alkohol am Steuer oder Übermüdung verursacht. Weitere Ursachen für vermeidbare Unfälle sind Missachtung der Verkehrsregeln, das Nicht-Tragen von Sicherheitsgurten oder schlechte Straßenverhältnisse.

So muss man sagen, dass es vor allem an einem selbst liegt, denn an Warnhinweisen, Sicherheitsvorkehrungstipps, aber auch Bestrafungen, wie Führerscheinentzug, gibt es genug was der Staat gegen Unglücksfälle tut.

Fahrrad fahren

Für mehrere hundert Millionen Menschen ist das Fahrradfahren eine gesunde Fortbewegungsart. allerdings ist die Gefahr, tödlich zu verunglücken für Radler wesentlich höher als für Autofahrer. Insbesondere Kinder unter 15 Jahren und Senioren verunglücken auf ihrem Rad.

Dabei erhöhen schlecht beleuchtete Straßen und geringe Sicht das Unfallrisiko enorm. Das gilt besonders für ärmere Länder: Dort ereignen sich die meisten Unfälle in der Dämmerung oder nachts. Deshalb: Helm tragen nicht vergessen!

Neben dem Helm sind aber noch andere Sicherheitsvorkehrungen wichtig:

  • weißer Frontscheinwerfer

  • rotes Rücklicht

  • Reflektoren für Laufreder und Pedale

  • hell tönende Klingel

Weiters sollte man auf gut aufgeblasene Reifen achten und die Bremsen checken- und dann am besten ab in die Natur und nicht auf die Straße 😉

Zu fuß..

„Schau links, schau rechts, schau grade aus, dann kommst du sicher gut nachhaus!“- diesen Spruch sollte man als Fußgänger wirklich ins Gehirn eingebrannt haben, da man als solcher das schwächste Glied aller Verkehrsmittel darstellt!

Alle zwei Stunden wird in den Vereinigten Staaten bei einem Verkehrsunfall ein Fußgänger getötet und alle acht Minuten wird ein Fußgänger verletzt. Allgemein sind 65 Prozent aller Toten im Straßenverkehr Fußgänger.

Meist kommt es zu Unfällen, wenn Fahrbahnen sowohl von Fußgängern als auch von Fahrzeugen benutzt werden, beispielsweise wenn Kinder auf viel befahrenen Straßen spielen.

Oder aber auch wenn der Autolenker und natürlich auch der Fußgänger einfach im Stress sind und sich weniger auf den Verkehr, als auf ihr Telefongespräch konzentrieren.

Motorrad

Motorräder sind die am meisten gefährdeten Fahrzeuge und zugleich die gefährlichste Art der Fortbewegung: Auf 160 Mil. gefahrene Kilometer, kommen über 30 Unfalltote. Das Risiko, tödlich zu verunglücken, ist somit beim Motorradfahren 20-mal so hoch wie beim Autofahren.

Für Motorräder gibt es kaum wirklich wirksame Sicherheitseinrichtungen. Ein Motorradhelm ist unbedingt notwendig, aber angesichts der Tatsache, dass Motorräder immer schneller werden, reicht ein Helm oft nicht mehr aus.

In Österreich kostete die „Freiheit auf zwei Rädern“ in den letzten 10 Jahren rund 1.000 Motorradfahrern in Österreich das Leben. Weitere rund 30.000 Motorradfahrer wurden verletzt.Über 30% aller Motorradunfälle waren dabei jedoch Alleinunfälle. Der Großteil davon bei guter Sicht und trockener Fahrbahn. Diese Zahlen sind wohl deutliche Indizien für „nicht angepasste Geschwindigkeit“ und hohe Risikobereitschaft.

Den abenteuerlustigen Motorradfahrern wird es allerdings auch immer leichter gemacht, sich noch schneller fortzubewegen. So besitzen die riskanten Gefährte heute schon größere Hubräume als früher, was die Beschleunigung erleichtert und hohe Geschwindigkeit ermöglicht.

Zusammenfassend wäre es also am besten, wenn jeder sein eigenes Flugzeug besäße um von A nach B zu kommen. Da das aber schwer möglich ist und auch sehr umweltschädlich, wäre es von großem Vorteil, sich einfach konzentrierter fortzubewegen und auf andere Verkehrsbeteiligte zu achten, so wird das Reisen für einen Selbst und auch für andere sicherer! In diesem Sinne Bon Voyage!

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November 22nd, 2009

Posted In: Rückblick

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