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fti…remixed auf der FIT-Messe

Das fti…remixed Speeddating fand am 25. Jänner 2016, von 14 – 16 Uhr im Kuppelsaal der Wiener TU, im Rahmen der FIT Infotage statt.
Projektleitung: Christa Bernert, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)
Konzept u. Moderation: Victoria Matejka und Irmgard Hitthaler

 

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Neben vielen anderen Angeboten konnten die teilnehmenden Mädchen der Infotage „Frauen in die Technik“ auch an dem Speeddating mit vier sehr interessanten Forscherinnen teilnehmen. Sie ermöglichten den Mädchen spannende Einblicke in die tägliche Forschungsarbeit. Die Schülerinnen konnten sehr persönliche Gespräche mit den Forscherinnen führen und dabei richtig in die Tiefe gehen. Die teilnehmenden Jugendlichen konnten dabei einiges mitnehmen.

 

Diese Expertinnen waren bei dem Speeddating dabei:

 

 

Dilek Demir - Insitut für Materialchemie, TU Wien

Dilek Demir – Insitut für Materialchemie, TU Wien

Dilek Demir forscht derzeit im Zuge ihrer Doktorarbeit am Institut für Materialchemie an der Technischen Univesität Wien im Bereich „nichtlineare Spektroskopie“. Sie arbeitet an einer neuen Diagnosemethode mit aufwändigen Lasern, die die Jugendlichen in einer Computer-Animation auf ihrem Laptop anschauen konnten. Die Diagnose Methode kann dazu genutzt werden, Oberflächen zu testen und herauszufinden, welche Atome sich darauf befinden. Seit mehreren Jahren engagiert sich Frau Demir für mehrere Initiativen zur Förderung von Frauen, z.B „Frauen in der Technik“. Dabei zeigt sie Kindern und Jugendlichen, dass man als Frau mit Migrationshintergrund sehr wohl in der Technik etwas weiterbringen kann!

 

 

 

 

Laetitia Kernschmidt - SBA Research

Laetitia Kernschmidt – SBA Research

Letitia Kernschmidt arbeitet bei SBA Research im Rahmen des COMET Programms der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Daneben schließt sie ihr Masterstudium „Information Systems“ an der Wirtschaftsuniversität Wien ab. In ihrer Studienzeit hat sie nicht nur ein Auslandssemester in Uppsala (Schweden) absolviert, sie hat auch als Tutorin für Netzwerksicherheit an der Universität gearbeitet. Heute engagiert sie sich als Botschafterin bei der Initiative „FIT -Frauen in die Technik“. Letitia Kernschmidt hatte einen Wollknäuel als Forschungsgegenstand mitgebracht. Dieser stand symbolisch für die Wichtigkeit von Vernetzung und Netzwerken – das zentrale Thema am Tisch von Fr. Kernschmidt.

 

 

 

Birgit Eibl - Institut für Meteorologie und Geophysik, Uni Wien

Birgit Eibl – Institut für Meteorologie und Geophysik, Uni Wien

Birgit Eibl ist seit zwei Jahren Universitätsassistentin am Institut für Meteorologie und Geophysik an der Universität Wien. Davor hat sie als wissenschaftliche Projektmarbeiterin bei gleam technologies GmbH (vormals Eibl Scheinecker OG) gearbeitet, wo sie auch als wissenschaftliche Leitung bei VeloCity 2013 tätig war.

An ihrem Tisch konnten die Jugendlichen erfahren, welche wissenschaftlichen Tätigkeiten hinter den täglichen Wetterprognosen in Radio und Fernsehen stehen. Mitgebracht hatte sie handliche Mini-Wetterstationen ,die die ForscherInnen bei ihrer Arbeit im Feld oft verwenden. Diese misst zwar weniger exakt, aber sie ist sehr nützlich für Vor-Ort Messungen.
Frau Eibl beweist, dass auch eine Mutter zweier Kinder sehr gut in wissenschaftlichen Tätigkeiten Fuß fassen kann.

 

 

 

 

Michaela Vignoli - Austrian Institute of Technology

Michaela Vignoli – Austrian Institute of Technology

Michela Vignoli arbeitet beim Austrian Institute of Technology (AIT) in Wien als Junior Scientist im Bereich Open Research bzw. Open Access. Sie forscht also daran, in welcher Form wissenschaftliche Daten gut und sicher für zukünftige Forschung zur Verfügung gestellt werden können. Auf ihrem Laptop zeigte sie den Mädchen Plattformen, die dazu dienen können.

Neben den Forschungstätigkeiten gehört auch viel Management, Öffentlichkeitsarbeit und Networking zu ihren Arbeitsbereichen. Frau Vignoli ist ein Beispiel dafür, dass ein Studium in viele Arbeitsbereiche führen kann – ursprünglich studierte sie nämlich kulturwissenschaftliche Keltologie an der Universität Wien und schrieb ihre Diplomarbeit über die Kulturtheorie der eiszeitlichen Kelten

 

 

Nach einer Stunde intensiver Gespräche zwischen den Teilnehmerinnen und den Forscherinnen kamen Alle im Kreis zusammen um sich über die Gespräche, Aha-Erlebnisse und neue Inspirationen auszutauschen: Was gibt es für Förderungs- und Praktikumsmöglichkeiten? Was, wenn ich nach der Matura das „falsche“ Studium wähle? Wie ist es als Frau in einem männerdominierten Berufsfeld zu arbeiten? Diese und mehr Fragen konnten gemeinsam noch einmal aufgerollt werden.

 

Spannende Gespräche beim fti...remixed Speeddating

Spannende Gespräche beim fti…remixed Speeddating

Einige der Mädchen haben großes Interesse nach der Schule selbst wissenschaftlich zu arbeiten und konnten sich im Speeddating viel Bestärkung und Mut mitnehmen, ihren Wunsch umzusetzen. Inspirierend waren die Gespräche, in denen Tipps und Informationen zu Praktikumsmöglichkeiten weitergegeben und Erfahrungen aus dem Forscherinnen-Arbeitsalltag berichtet wurden.

So manche Forscherin erkannte sich in den Schülerinnen wieder. Welches Studium soll ich wählen? Und was ist, wenn ich mich falsch entscheide? Einige der Schülerinnen wussten bereits sehr genau, was sie später studieren wollen, während andere noch zwischen zwei Schwerpunkten schwankten bzw. sie noch auf der Suche fürs „Richtige“ sind. Die Forscherinnen gaben den Schülerinnen mit, dass sie machen sollen, was ihnen Spaß bereitet. Wenn frau sich für ein bestimmtes Thema interessiert und sich vorstellen kann sich länger damit zu beschäftigen, ist dies schon ein guter Schritt in Richtung Entscheidungsfindung.

Besonders spannend war für die Schülerinnen, wie das noch männerdominierte technische Berufsfeld von den Forscherinnen erlebt wird. Positive aber auch negative Erfahrungen wurden geschildert: Vom Ärger darüber, dass Leistungen wenig Anerkennung fanden bis hin zu speziellen Frauenförderungen und wechselseitiger Wertschätzung im gemischtgeschlechtlichen Team.

„Man soll sich nicht unterkriegen lassen und Spaß an der Sache haben, denn zu guter Letzt macht man es für sich selbst“ gab ihnen Frau Dilek Demir mit auf den Weg und Frau Kernschmidt meinte: „So ein Speeddating hätte ich als Jugendliche auch gerne besucht“.

 

 

 

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Januar 26th, 2016

Posted In: ForscherInnen-Speeddating, Frauen in der Forschung, Veranstaltungen

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