Wissenschaftskommunikationsplattform für Jugendliche
 

Am Freitag, den 29. September 2017 fand ein fti…remixed Speeddating im Rahmen der European Researchers’ Night im Technologischen Gewerbemuseum (TGM), HTBLuVA Wien XX statt. Schülerinnen und Schüler des TGM hatten die Möglichkeit sechs Forscherinnen und Forscher kennen zu lernen und sie über ihren Berufsweg und Arbeitsalltag zu befragen.

Projektleitung: Christa Bernert, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)

SchülerInnen beim fti…remixed Speeddating bei der European Researchers’ Night

 

Welche Forscherinnen und Forscher beim Speeddating mitgemacht haben erfährst du hier:

 

Polare Meeresökologie in Wien?

Renate Degen: Was hat Meeresbiologie mit dem Klimawandel zu tun?

Renate Degen hat Ökologie und Meeresbiologie studiert und ihr Doktorat am Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven gemacht. Sie unterrichtet an der Universität Wien.

In der Arktis sind die Auswirkungen des Klimawandels schon viel fortgeschrittener als auf anderen Kontinenten. Die Mikrofauna, also die Kleinstlebewesen, reagieren sehr sensibel auf klimatische Veränderungen.

Mit einem Sieb können MeeresbiologInnen wie Renate Degen den Meeresboden auf kleine Tiere untersuchen. Als Forschungsgegenstand hatte sie ein Sieb mit. Im oberen Teil dieses Siebes fallen Tiere bis 1mm durch. Der untere Bereich des Siebes hat eine Maschenweite von 32 Micrometer, damit können noch kleinere Lebewesen aussortiert werden. Die so ausgesiebten Tiere können nach Größe geordnet, gezählt und beobachtet werden. Damit lassen sich Rückschlüsse auf den Zustand der polaren Ökologie ziehen und in weiterer Folge auch auf die Dimensionen des globalen Klimawandels.

Im Gespräch mit IT-Interessierten Jugendlichen berichtete Frau Degen, dass BiologInnen heutzutage sehr eng mit InformatikerInnen zusammenarbeiten. Viele der heutigen Erkenntnisse stammen von aufwändig programmierten Modellen und Analysen.
Ein Schüler erklärte, genau in diesem Feld könnte er sich ebenfalls vorstellen, später zu arbeiten.

 

Was sind Smart Grids?

Thomas I. Strasser: interdisziplinäres Arbeiten wurde diskutiert

Thomas I. Strasser hat Wirtschaftsingenierwesen-Maschinenbau (mit Fokus auf Regelungs- und Automatisierungstechnik) an der Technischen Universität Wien studiert und forscht jetzt als Senior Scientist am AIT Austrian Institute of Technology  zu Smart Grid Lösungen.

Smart Grids? Das sind intelligente, elektrische Systeme, die erneuerbare Energieerzeugung integrieren und die Stromnutzung sowohl kosteneffizienter, energieeffizienter als auch energieeffizienter machen sollen. Der Trick ist eine kommunikative Vernetzung zwischen diversen (erneuerbaren) Energiequellen und Energieverbrauchern.

Herrn Strassers Spezialgebiete liegen im Bereich von automatisierungstechnischen Lösungen für Smart Grids und deren Validierung. An einem Controll Board für dezentrale Energieerzeuger erklärte er, wie in seinem Job Hardware und Software-EntwicklerInnen eng miteinander zusammenarbeiten. Denn das Themenfeld ist interdisziplinär: Wissen aus den Bereichen Energietechnik/Elektrotechnick und IT/Automatisierungstechnik fließt mit ein. Die Jugendlichen interessierte zum Beispiel, in wie weit erneuerbare Energien in Smart Grid Lösungen mitgedacht werden oder welche Job-Aussichten ProgrammierInnen in diesem Bereich haben.

 

Was hat Verhaltensforschung mit der gebauten Umwelt zu tun?

Verhaltensforschung stand bei Elisabeth Oberzaucher am Programm

Elisabeth Oberzaucher studierte Biologie mit der Spezialisierung auf Zoologie und später Verhaltensforschung an der Universität Wien. Anfangs beschäftigte sie sich mit dem Verhalten von Ameisen, dann von kleinen Vögeln und schließlich mit dem Verhalten von Menschen. Ihr Spezialgebiet: Wie interagieren Menschen mit der gebauten Umwelt? Wie reagieren sie darauf? In einem aktuellen Projekt in Kooperation mit dem TGM analysiert das Forschungsteam die Wirkung von Schulräumen im TGM. Die Forschungsergebnisse sollen fördern, dass ArchitektInnen sich gezielter die Frage stellen können: Wer wird diese Räume benutzen? Und wie werden diese genutzt?

Heute forscht und lehrt Frau Oberzaucher an der Universität Wien sowie an der Universität Ulm. Außerdem ist sie Mitglied bei den Science Busters und Ko-Autorin des neuen Buchs „Warum landen Asteroiden immer in Kratern?“

Auf die Frage eines Jugendlichen, was ihr besonders Spaß mache an ihrem Beruf, antwortet Frau Oberzaucher: „Das hier! Mit jungen Menschen über meine Arbeit sprechen.“

 

Ist 3D Erkennung am iPad möglich?

Martin Kampel zeigte wie 3D Erkennung funktioniert

Martin Kampel studierte Datentechnik und Informatik an der Technischen Universität Wien. Er ist Informatiker mit Schwerpunkt auf Bildverarbeitung und spezialisiert im Bereich Ambient Assisted Living (AAL) und Visual Surveillance. AAL beschreibt den Einsatz von Kommunikations- und Informationstechnolgien, die den Alltag von älteren Menschen unterstützen sollen. Diese Technologie passt sich den Bedürfnissen des Nutzers an und ermöglicht zum Beispiel ein längeres selbständiges Leben im eigenen Zuhause. Visual Surveillance beschreibt eine Videoüberwachung mit einer intelligenten Bildverarbeitungstechnologie, die zum Beispiel Bewegungen an Hand eines bestimmten Musters erkennt.

Als Forschungsgegenstand hatte er ein iPad mit einem 3D Sensor mit. Mit Hilfe dieser 3D Erkennung ist es möglich, Szenen zu beschreiben und Verhaltensmuster genau vom Hintergrund abzugrenzen. Das Programm analysiert diese Muster aus verhaltenstechnischer Sicht und erkennt, wenn diese Muster durchbrochen werden. Es stellt zum Beispiel fest ob eine Person gestürzt ist oder nicht.

 

Chipdatenabfrage ganz leicht mittels Handy!

Michaela Zlöbl zeigt unterschiedliche Chiparten

Michaela Zlöbl studierte Telematik an der Technischen Universität Graz. Sie arbeitet bei Infineon Technologies in Graz im Bereich der Chipentwicklung.

Chipkarten auslesen funktioniert ganz einfach. Mithilfe eines NFC-fähigen Smartphones und einer App können Daten vom Chip eines Reisepasses einfach ausgelesen werden. So kommt jeder an persönliche Daten heran. Damit das nicht so einfach bleibt, entwickelt Michaela Zlöbl Sicherheitschips für Bankomatkarten, Reisepässe und Gesundheitskarten.

 

 

 

Raketenbauteile aus Österreich!?

Sebastian Seisl erklärt, wie die Rakete des TU Space Teams funktioniert

Sebastian Seisl studiert Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau an der Technischen Universität Wien. Er ist leidenschaftlich im TU Space Team der Technischen Universität Wien aktiv. Das ist eine Gruppe von Studierenden, die sich aus Interesse intensiv mit Luft- und Raumfahrttechniken beschäftigen. Sie entwerfen und bauen selbst Rakten und lassen diese starten. Je nach Rahmenbedingungen können die Raketen vom Space Team mehrere Kilometer fliegen. Seit 2015 gibt es eine 3D-gedruckte Rakete aus einem Stück. Herr Seisl selbst beschäftigt sich hauptsächlich mit einem Auswurfmechanismus für Messsonden aus einer Rakete.

 

 

 

Oktober 6th, 2017

Posted In: ForscherInnen-Speeddating, Rückblick

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Das Österreichische Weltraum Forum (ÖWF) führte in Zusammenarbeit mit internationalen ForschungspartnerInnen im August 2015 eine zehntägige Marssimulation am Kaunertaler Gletscher durch (AMADEE15). (mehr …)

August 14th, 2015

Posted In: AMADEE15, Berufsbilder, Raumfahrttechnologien

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Portraitfoto Pascal Sommer

Portraitfoto Pascal Sommer

Pascal Sommer ist ein weiterer Jugendlicher, der uns beim Junior Researchers Programme AMADEE15, vom Österreichischen Weltraum Forum (ÖWF) und fti..remixed des bmvit vom 2. bis 4. August 2015 begleiten wird. AMADEE15 ist eine internationale Marssimulation, die gemeinsam mit internationalen Forscherinnen unter Federführung des ÖWF durchgeführt wird.

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Juli 22nd, 2015

Posted In: AMADEE15, Raumfahrttechnologien, SimulateMars

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Ein weiteres fti…remixed Speeddating zu Forschungsthemen

Speeding Science in Innsbruck.

 

Am 18. Oktober 2012 fand in Innsbruck ein ganz besonderes fti…remixed Speeddating zu Forschungsthemen statt: Erstens waren fast ausschließlich Mädchen bei „Speeding Science“ dabei und zweitens wurde das Speeddating im Rahmen der BeSt – Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung, veranstaltet. So hatten nicht nur die 30 SchülerInnen der Ferrarischule Innsbruck die Gelegenheit, mit ForscherInnen aus unterschiedlichen Bereichen in Kontakt zu treten – auch die/der ein oder andere MessebesucherIn kam vorbei und sah sich die Diskussionsrunden an.

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Oktober 23rd, 2012

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Am 1. Oktober 2012 fand in Linz im Rahmen von fti…remixed ein weiteres Speeddating zu Forschungsthemen namens Show me the science statt. Austragungsort des Show me the science war der Sky Loft des Ars Electronica Centers im Herzen der Stadt. Die tolle Aussicht über die Dächer von Linz verlieh dem Speeddating eine ganz besondere Stimmung. 40 SchülerInnen des Akademischen Gymnasiums Linz kamen in Begleitung der Direktorin der Schule, Frau Maga Erika Hödl und ihrem Physikprofessor Mag. Rudolf Uhlmann. Sie hatten zwei Stunden lang die Gelegenheit, mit ForscherInnen/ExpertInnen aus verschiedenen Bereichen – von Mensch-Roboter Interaktionen, über Bioinformatik, Open Source Cloud Computing und Photovoltaik bis hin zu Umwelttechnik – in Dialog zu treten.
Den Fragen der SchülerInnen stellten sich diesmal folgende ForscherInnen/ExpertInnen:

Martina Mara mit einem androiden Robotermodell

Maga Martina Mara (Forschungsthema: Human-Computer Interaction (HCI) und Persuasive Technology, Key researcher am Ars Electronica Future Lab und Smart City Linz, www.aec.at/futurelab/de), Katrin Engl, MSc (Forschungsthema: 3D-Rekonstruktion von Oberflächen mit Hilfe optischer Systeme, Sensors and Communication, Linz Center of Mechatronics – LCM, www.lcm.at), Iris Leitner, BSc (Forschungsthema: Bioinformatik, Software-Entwicklerin bei RISC Software GmbH, www.risc-software.at), Dipl.Ing Clemens Grünsteidl (Forschungsthema: Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung via Laserultraschall, Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei RECENDT GmbH, Research center for non destructive testing, www.recendt.at), DIin Stefanie Schlager (Forschungsthema: Photovoltaik, Institut für Organische Solarzellen, Johannes Kepler Universität Linz, www.lios.at),
Mag. Markus Manz
(Expertise: Umwelttechnik, Umwelttechnik-Cluster Manager bei Clusterland Oberösterreich GmbH, www.clusterland.at) und Dipl.Ing (FH) Wolfgang Hennerbichler (Forschungsthema: Open Source Cloud Computing, Softwareentwickler bei RISC Software GmbH, www.risc-software.at).
Zu Beginn des Speeddatings stellte Frau Mag.a Christa Bernert vom bmvit die Initiative fti…remixed und die unterschiedlichen Dialogformate des Projekts vor. DIin Maja-Iskra Vilotijevic und Mag.a Stefanie Gartlacher vom Büro PlanSinn stellten das Konzept des Speeddatings, sowie die ForscherInnen/ExpertInnen kurz vor, bevor die erste Datingrunde losging. JedeR ForscherIn gab einen kurzen Überblick über ihren/seinen Forschungs- bzw. Arbeitsbereich. (mehr …)

Oktober 5th, 2012

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Wir freuen uns, das nächste fti-Speeddating zu Forschungsthemen ankündigen zu dürfen! Diesmal geht es nach Innsbruck und zwar:

Wann: 18.10.2012 von 12:00 bis 14:00 Uhr
Wo:
Innsbruck, BeSt Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung; Messe Innsbruck
Projektleitung:
Maga Christa Bernert, bmvit
Konzept und Moderation:
Dipl.Ingin Maja-Iskra Vilotijevic und Maga Stefanie Gartlacher M.Sc., Büro PlanSinn
Teilnehmende Schülerinnen:
30 Jugendliche (ausschließlich Mädchen) HBLA/Ferrarischule Innsbruck – 2. Klasse Humanökologie in der Begleitung von Mag. Markus Farbmacher
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Oktober 4th, 2012

Posted In: ForscherInnen-Speeddating, Frauen in der Forschung

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Ein weiteres fti…remixed-Speeddating zu Forschungsthemen

Wann: 01.10.2012. von 13.00 bis 15.00 Uhr
Wo:
AECSky Loft, Ars Electronica Center, Ars-Electronica-Straße 1, Linz

Konzept und Moderation: Dipl.Ing.in Maja-Iskra Vilotijevic und Mag.a Stefanie Gartlacher, Büro PlanSinn

Am Montag, 1. Oktober 2012, bietet das Ars Electronica Center in Linz einen inspirierenden Ort für das OÖ fti…remixed-Speeddating mit ForscherInnen der Johannes Kepler Universität Linz, des Ars Electronica Future Lab und der Beteiligungs-Gesellschaften der Upper Austrian Research – Linz Center of Mechatronics mbH (LCM), RECENDT GmbH und RISC Software GmbH.

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September 10th, 2012

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Ein weiteres fti…remixed Speeddating zu Forschungsthemen

26. April 2012, CoworkingSpace im Techno_Z, Salzburg

In entspannter Atmosphäre wurde auf 5 Tischen über spannende FTI-Themen diskutiert.

 

Am 26. April 2012 fand in Salzburg im Rahmen von fti…remixed ein Speeddating zu Forschungsthemen namens Innovation Talks statt.
40 SchülerInnen des Christian Doppler Gymnasiums aus Salzburg diskutierten zwei Stunden lang mit ExpertInnen aus den Bereichen – nachhaltiger Wohnbau; Stromnetz der Zukunft; Technologieentwicklung in der Strahlentherapie; Sicherheits- und Kommunikationstechnik und online Suchmaschine für Krankheiten.
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Mai 1st, 2012

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SchülerInnen der HTL Braunau im Dialog mit DI Florian Hindinger

 

 

Eine fti…remixed-Dialogveranstaltung zu FTI-Themen im Rahmen der Informationsveranstaltung YO!tech

03.11.2011, Haus der Natur, Salzburg

SchülerInnen der HTL Braunau im Dialog mit DI Florian Hindinger

SchülerInnen der HTL Braunau im Dialog mit DI Florian Hindinger

Am 3.11.2011 fand im Rahmen von fti…remixed, einer Wissenschafts-kommunikationsinitiative des bmvit ein weiteres Speeddating zu Forschungsthemen namens Smart Talks statt, und zwar im Rahmen der Informationsveranstaltung YO!tech im Haus der Natur in Salzburg.
36 SchülerInnen der 3.Klasse der HTL Braunau diskutierten zwei Stunden lang mit fünf FTI-ForscherInnen/ExpertInnen, vor allem über die aktuellen Highlights aus dem Themenspektrum Raumfahrt/Astronomie, eHealth, Energieforschung, intelligente Mobilität und Technologieentwicklung in der Strahlentherapie.
Frau Carina Felzmann von YO!tech eröffnete die Veranstaltung, gemeinsam mit Frau Mag.a Christa Bernert vom bmvit.
Konzipiert und moderiert wurde das Speeddating zu Forschungsthemen von DIin Maja-Iskra Vilotijevic und DI Johannes Posch vom Büro PlanSinn aus Wien.

DIin(FH) Cornelia Schneider im Gespräch mit den SchülerInnen der HTL Braunau

Für ein Diskussions-Date stellten sich diesmal folgende ForscherInnen zur Verfügung:

  • Dipl.Ing. Florian Hindinger
    Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung, University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna
  • Mag.a Dr.in Theresa Rank-Lüftinger
    Institut für Astronomie, Universitätssternwarte Wien
  • Dr. Karl Rehrl
    Mobile and Web-based Information Systems [MOWI], Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H.
  • DIin (FH) Mag.a Cornelia Schneider
    eHealth / intelligente Mobilität, Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H.
  • Mag. Harald Weichenberger
    Institut für Technologieentwicklung in der Strahlentherapie, Paracelsus Medical University (PMU)

Smart Talks

JedeR ForscherIn/ExpertIn gestaltete an seinem/ihrem Tisch eine Art SmartTalk-Station, ausgehend vom mitgebrachten Forschungsgegenstand: neben dem eigenen Wissen und der Diskussionsbereitschaft hatten die fünf ForscherInnen nämlich auch einen Gegenstand mit dabei, der ihr Arbeitsfeld symbolisiert. Über diesen „Forschungsgegenstand“, konnten sie Jugendlichen den eigenen Forschungsfokus anschlussfähig und interessant vermitteln.

 

DIin(FH) Cornelia Schneider stellt ihren Forschungsgegenstand den SchülerInnen der HTL Braunau vor

So nahm beispielsweise DI Florian Hindinger einen solaren Zigarettenanzünder (der gekrümmte Spiegel des Anzünders konzentriert die Sonneneinstrahlung auf das vordere Ende der Zigarette, so dass diese innerhalb von 3 Sekunden brennt), eine solare Camping-Laterne, sowie eine solare Heuschrecke mit.
Mag.Harad Weichenberger bereicherte seine SmartTalk-Station mit einer Computer-simulation des Ablaufes einer bildgeführten Tumorbestrahlung und DIin (FH) Mag.a Cornelia Schneider mit einem Samsung Galaxy S2, sowie mit einer Uhr von Laipac.

Mag.a Drin Theresa Rank-Lüftinger stellt ihre Forschungsgegenstände den Jugendlichen vor / SchülerInnen der HTL testen den mitgebrachten Forschungsgegenstand von Frau DI (FH) Mag. Cornelia Schneider

Dr. Karl Rehrl hatte ein GPS-Datenlogger zur Aufzeichnung von Bewegungsdaten mit, während Mag.a Dr.in Theresa Rank- Lüftinger netterweise Modelle der folgenden Forschungssatelliten von Wien nach Salzburg mitbrachte: HST- das Hubble Space Telescope, BRITE-C (wird der erste österreichische Forschungssatellit im Weltraum sein), CoRoT, MOST, und XMM-Newton.

Mag. Harald Weichenberger demonstriert SchülerInnen den Ablauf einer bildgeführten Tumorbestrahlung

Nach einer inhaltsreichen Vorstellungsrunde und einer kurzen Einführung ins Format erklang bereits der erste Gong, somit war die erste Speeddating-Runde offiziell eröffnet. JedeR ForscherIn blieb an ihrer/seiner SmartTalk-Station, während sich im Achtminutentakt die durchaus motivierten SchülerInnen des HTL Braunau in 7er-Gruppen abwechselten.
Insgesamt fanden fünf Runden statt, wodurch jedeR SchülerIn die Gelegenheit hatte, mit jedem/jeder ForscherIn in Dialog zu treten.
Die Jugendlichen dokumentierten ihre thematischen Highlights laufend auf Papierkärtchen – im Anschluss an die Dates berichteten sie gemeinsam mit den ForscherInnen über die spannendsten Diskussionspunkte.

Diskussions-Highlights /Notizen der Jugendlichen

Einige der beteiligten Jugendlichen können sich vorstellen, selbst als ForscherInnen tätig zu werden, vor allem in den Bereichen Astronomie, Erneuerbare Energien und Krebsforschung. „Überraschend war für mich, dass unter den Jugendlichen sehr wohl ein gewisses Bewusstsein bezüglich der heutigen Energieproblematik vorhanden ist und dass fast allen fünf Gruppen die unterschiedlichen Formen erneuerbarer Energien bekannt waren. Selbst die Nutzung von Geothermie und die Energiegewinnung durch Gezeitenkraftwerke wurden von einigen genannt.“ so DI Florian Hindinger

Jugendliche beim Aufschreiben der Diskussions-Highlights und im Gespräch mit DI Florian Hindinger

Ein Highlight war das Faktum, dass die auf der Erde ankommende Strahlenleistung das bis zu 10.000-fache des jährlichen Weltenergiebedarfs ausmacht. Besonders faszinierend für die Jugendlichen war auch die Information, dass alternative Energiequellen die einzige Möglichkeit sind, angesichts zu Ende gehender fossiler Brennstoffe unseren Energiebedarf zu decken bzw. dass laut Prognosen Erneuerbare Energien bis 2050 die Hälfte der globalen Energieversorgung sicherstellen könnten.

Mag.Drin Theresa Rank-Lüftinger und die SchülerInnen der HTL Braunau unterhalten sich über Umlaufbahnen

Spürbar war vor allem das Interesse der SchülerInnen für Weltraumforschung: „Viel diskutiert wurden Fragen wie: gibt es Leben auf Planeten, die andere Sterne umkreisen – auf sogenannten Exoplaneten? Kann es nicht sein, dass es dort Lebensformen gibt, die ganz anders aufgebaut sind, als die auf der Erde? Wie entdeckt man Exoplaneten eigentlich? Was ist ein schwarzes Loch genau? Wie misst man die Entfernung von Sternen und Galaxien, …. und so weiter und so fort – eine Unzahl an spannenden Fragestellungen und Diskussionsthemen hat sich aufgetan! Ein wahres Vergnügen für eineN ForscherIn, Wissenschaftskommunikation in dieser Form zu betreiben – und ein offensichtlich gutes Konzept, das junge Leute sehr zum Diskutieren und Fragen stellen anregt!“ berichtet Mag.a Drin Theresa Rank-Lüftinger.

Mag.Drin Theresa Rank-Lüftinger und Mag. Harald Weichenberger im Dialog mit den Jugendlichen

Auch die Möglichkeit, durch technische Geräte zu erkennen, ob jemand stürzt/gestürzt ist, war für die meisten Jugendlichen neu und positiv, vor allem die Option, die Angehörigen der/des StürzendeN automatisch zu verständigen, sobald der Alarm aktiviert wird. „Die Erforschung von Technologien, die zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen beitragen und ihnen ein möglichst langes und selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden gewähr leisten, ist etwas worunter sich die Jugendlichen etwas vorstellen konnten. Viele von ihnen kennen die Thematik rund um das Thema Alter aus dem eigenen Familienumfeld. Es war daher interessant ihre Sichtweise zu erfahren! Das Thema Datenschutz war ihnen auch sehr wichtig (sensibilisiert!). Ich fand es wirklich spannend, mit den Jugendlichen zu diskutieren!“ so DIin Mag.a Cornelia Schneider

„Haus der Natur“ – Eintrittskarte / Notizen der Jugendlichen

„Als äußerst erfreulich ist zu erwähnen, dass viele Jugendliche ein großes Interesse für naturwissenschaftliche Fragestellungen aufbringen konnten.“ berichtet Mag. Harald Weichenberger in der Feedbackrunde. „Von zahlreichen SchülerInnen wurden inhaltlich interessante Fragen gestellt, welche auf ein hohes Maß an Vorwissen schließen ließen. Mit Faszination und Neugier wurde Forschung, die als Ziel die Verbesserung der Lebenssituation und der Heilungschancen von Menschen mit schweren Erkrankungen hat, verfolgt.“

„Vor allem die Solarenergie weckte reges Interesse, hierbei wollten die Jugendlichen wissen, wie Photovoltaik-Paneele funktionieren und welche anderen Möglichkeiten zur Nutzung der Sonnenstrahlung vorhanden bzw. bereits in Verwendung sind. Weiters faszinierte die Möglichkeit, erneuerbare Energien im „kleinem Rahmen“ zu verwenden wie zum Beispiel Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf dem eigenen Dach oder im Garten. Die Frage ob es auch Mini-Biogasanlagen für das eigene Zuhause gebe oder in Zukunft geben wird fand ich besonders interessant, da diese Form der Energienutzung vor allem in ländlichen Gebieten sehr naheliegend ist.“ berichtet DI Florian Hindinger

Dr. Karl Rehrl und die SchülerInnen der HTL Braunau daten zu GPS und Verkehrstelematik

„Besonders interessant fand ich zB die Tatsache, dass GPS im Normalfall auf 10m genau ist und nach Bedarf auch zentimetergenau sein kann!“ berichtet ein Schüler in der Abschlussrunde. „Die meisten der Jugendlichen kannten zwar GPS, die genaue Funktionsweise war aber vielen nicht bekannt.“ berichtet Dr.Karl RehrlDas Bewusstsein, dass es sich bei GPS-Positionen möglicherweise um sensible, personen-bezogene Daten handelt, muss bei den Jugendlichen erst entstehen. Besonders interessant war die Frage, ob nicht die Erdumlaufbahn bald schon überlastet ist mit steigender Anzahl an Satelliten! Jedenfalls – die Jugendlichen waren sehr daran interessiert, welche GPS-Anwendungen möglich sind. Die meisten von ihnen kennen nur die Fahrzeug-Navigation“

Die letzte (fünfte) SmartTalks-Speeddatingrunde

Ich wusste nicht, dass es so was wie 3D-Scanner gibt! Finde es toll, dass ForscherInnen zu dem Thema forschen, weil das einfach für uns Menschen von großer Bedeutung ist“ sagt anschließend eine Schülerin der HTL Braunau. „Ich könnte mir schon vorstellen, im Bereich der Astronomie und Raumfahrt in Zukunft zu forschen, weil ich alles, was unseren Universum betrifft für total spannend finde!“ ergänzt seine Tischkollegin.

„Es war ein echtes Vergnügen für mich, beim ftiremixed-Speeddating im Haus der Natur dabei zu sein! Die teilnehmenden Jugendlichen waren enorm interessiert, aufmerksam und aktiv, was es natürlich sehr spannend und kurzweilig macht für eine(n) Wissenschafter(in), Wissen weiterzugeben. Es hat mich (wieder einmal) überrascht, welch detaillierte und auch in die Tiefe gehenden Fragen kommen können und wie gut Jugendliche oft schon Bescheid wissen über den Weltraum und all die spannenden Dinge, die es in diesem Zusammenhang zu erforschen gibt.“ so Mag.a Drin Rank- Lüftinger. „Mein persönlicher Eindruck dieses Treffens war sehr positiv, da diese Jugendlichen interessiert und motiviert zum ftiremixed-Speeddating „SmartTalks“ kamen.“ schließt Mag.Harald Weichenberger sein Feedback ab.

SmartTalks war ein besonders amüsantes, spannendes und witziges Speeddating – es wurde viel diskutiert und viel gelacht, zahlreiche Erfahrungen und persönliche Ansichten wurden ausgetauscht. Sowohl einige Jugendliche als auch ForscherInnen verließen den Veranstaltungsraum mit einem Lächeln im Gesicht.

 

November 21st, 2011

Posted In: ForscherInnen-Speeddating, Speeddating Smart Talks!

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Eine fti…remixed-Dialogveranstaltung zum Thema „Mobilität der Zukunft“ in Kooperation mit Ars Electronica

Am 04.September 2011 ging im Rahmen von fti…remixed eine weitere Dialogveranstaltung mit Jugendlichen und ForscherInnen über die Bühne, namens „moving smarter II“.
Innerhalb von zwei sommerlichen Nachmittagsstunden fanden im Ö1-Wissenschaftszelt am Linzer Hauptplatz viele spannende „Smart Talks“ zum Thema „Mobilität der Zukunft“ statt.
Vier ForscherInnen diskutierten mit zahlreichen Jugendlichen zwischen 12 und 25 Jahren – vor allem über die aktuellen Highlights aus dem Themenspektrum: Smart Cities, ITS/Verkehrstelematik, Radverkehr und innovative Technologieentwicklung.

Für die „Smart Talks“ stellten sich diesmal folgende ForscherInnen zur Verfügung:
DI Alexander Chloupek

Innovative Technologieentwicklung, Verkehrstelematik / ABS Consulting
Drin Susanne Fuchs

Innovations- und Technologiemarketing / Geschäftsführerin bei BRIMATECH
Bettina Mandl, MSc

Smart Cities / Dynamic Transportation Systems / Austrian Institute of Technology
FH-Prof. DI Mag. Emil Simeonov

Verkehrstelematik / Studiengangsleiter Intelligente Verkehrssysteme /FH Technikum Wien

Dialoge an Wissensstationen – Smart Talks
JedeR ForscherIn/ExpertIn stellte an seinem/ihrem Tisch eine Art Wissenspool / Talk-Station dar. Jugendliche – einzeln oder in der Gruppe – wurden eingeladen, sich je nach Interesse beliebig lang zu den ForscherInnen/ExpertInnen zu setzen und mit ihnen in einem lockeren Setting über die Mobilität der Zukunft, über das Leben und den Alltag in der Forschung zu diskutieren (smart talk).
Jugendlichen und ForscherInnen gelang es – trotz der starken Hitze – innerhalb kürzer Zeit, in einen intensiven Dialog zum Thema Mobilität einzusteigen: „Ich wusste gar nicht, dass es so Etwas wie Car-Sharing überhaupt gibt! Find ich für eine tolle Idee! Sollte man unbedingt ausbauen!“ sagt ein begeisterte Jungstudent.

DI Alexander Chloupek zeigt Jugendlichen seinen Referenzgegenstand

„Was mir besonders gefiel, ist die Kompetenz der ForscherInnen – berichtet ein Mädchen im Anschluss – es war wirklich toll, mit ihnen ein persönliches Gespräch führen zu können!“ wirft ihre Tischkollegin lächelnd ein.„Ich fand es sehr angenehm, dass ich mit ForscherInnen per Du sein hab dürfen!“
„Für mich war besonders interessant, dass den Jugendlichen die Wichtigkeit von nachhaltiger Entwicklung sehr stark bewusst ist“,
reflektiert MSc Bettina Mandl
„In der Diskussion über die Mobilität der Zukunft bzw. Städte der Zukunft wurden äußerst vielfältige Themenbereiche wie erneuerbare Energien, die Stadt der kurzen Wege, Elektromobilität, die Stadt als Lebensraum für alle Menschen, Veränderungen und Möglichkeiten durch neue Technologien angesprochen.“

Ich hab heute das erste Mal von intelligenten Verkehrssystemen gehört! Auch der Begriff „Platooning“ war mir neu“, berichtet ein junger Teilnehmer.
„Ich frage mich nur, ob man durch Technologie nicht auch ein bisschen abgestumpft wird? Ob durch die ständige Hilfestellung beim Navigieren etc. die Aufmerksamkeit, das aktive Nachdenken gedämpft wird? Eventuell könnten die Navigationssysteme auch zu Fehlentscheidungen beim Unterwegssein führen“,
äußert eine junge Teilnehmerin ihre Skepsis.
„Ich war überrascht von der Bereitwilligkeit, für umweltfreundliche Mobilität künftig durchaus auch Geld auszugeben“
berichtet im nachhinein Drin Susanne Fuchs „Ein Jugendlicher sagte mir er sei dafür, dass alle für den Ausbau öffentlicher oder umweltfreundlicher Verkehrsmittel mitzahlen. Er sei bereit, dafür zu zahlen!

„In allen Gesprächen ist herausgekommen, dass sich die Jugendlichen mehr Mitsprache in unterschiedlichen Bereichen der Planung wünschen. Zudem waren die Neugierde und die Fragen der Jugendlichen äußerst spannend für mich, woraus sich durchaus Forschungsfragen für zukünftige Projekte entwickeln können“, berichtet im Anschluss MSc Bettina Mandl
„Ein Mädchen sagte mir, sie wünsche sich eine Stadt ohne Ampeln. Sie sehe nicht ein, warum sich Menschen Maschinen im Straßenverkehr unterordnen müssen“,
erzählt Drin Susanne Fuchs

Wechselnde smart talks, immer wieder belebt durch neue BesucherInnen

Es gab wieder mal eine Menge innovativer Ideen seitens der Jugendlichen, wie zB – eine AutostopperIn-App zu entwickeln bzw. eine Applikation, die den Mitfahrwunsch an potenzielle im Umfeld fahrende MitnehmerInnen sendet oder eine Gesamtnetzkarte zu erstellen, in der alle Verkehrsmittel integriert sind.
„In einem der Gespräche entstand eine besonders gute Idee, die gerade für Reisende in fremden Städten relevant wäre: nämlich über ein App die Kosten einer geplanten Taxi-Route auch online schnell berechnen zu können
. Auf diese Weise könnten Wucherpreise, wie sie zum Teil verlangt werden, ein Riegel vorgeschoben werden. Es wäre spannend, diese Idee zum Beispiel mit jungen Studierenden weiterzuentwickeln“, zeigt sich DI Mag. Emil Simeonov im anschließenden Gespräch begeistert. „Die Jugendlichen waren sehr interessiert – einige hätte ich am liebsten gleich als Studierende nach Wien mitgenommen“, fügt Herr Simeonov lächelnd hinzu.

Von Jugendlichen notierte Diskussions-Highlights

Ein starker Trend zum e-bike- und Radfahren war im Dialog mit Jugendlichen diesmal deutlich erkennbar – auch im Zusammenhang mit Tourismus – etwa inspiriert von der bereits bestehenden Möglichkeit, die Steiermärkische Weinstraße mit w-bike entspannt befahren zu können. Ein verbessertes Management von ÖV-Stoßzeiten war thematisch ebenso im Fokus wie eine sinnvolle Integration aktueller Events in die Verkehrsplanung.


„Die Fragen der Jugendlichen waren sehr bunt und die Neugierde war groß! Jede Runde hatte einen anderen Schwerpunkt.“ berichtet DI Alexander Chloupek. „Originell fand ich die Befürchtung mancher Jugendlichen, dass sich die Verkehrssysteme von den Menschen eventuell auch emanzipieren könnten und zu selbstständig denkenden Systemen evolutionieren könnten bzw. die Menschen aus den Entscheidungsprozessen komplett ausschließen könnten“, fügt Herr Chloupek hinzu. „Interessant war auch die Frage nach der Genauigkeit der Navigationssysteme bzw. nach der Richtigkeit ihrer Hinweise. Jedenfalls – es hat wirklich viel Spaß gemacht. Wenn Sie wieder mal so eine Dialogveranstaltung organisieren – bin ich gerne dabei!“

Die Dialogveranstaltung „moving smarter II“ wurde konzipiert und koordiniert von DIin Maja-Iskra Vilotijevic und DI Johannes Posch vom Büro PlanSinn aus Wien

September 19th, 2011

Posted In: Rückblick

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