Wissenschaftskommunikationsplattform für Jugendliche
 

Forschung hautnah erleben konnten SchülerInnen bei einem fti…remixed  „Science in Action – Besuch“ beim AIT – Austrian Institute of Technology

Am Freitag, den 4. Mai 2018 fand ein fti…remixed „Science in Action-Besuch“ im neuen Forschungsgebäude des AIT Austrian Institute of Technology GmbH) statt. Schülerinnen und Schüler der AHS Rahlgasse sowie des Diefenbachgymnasiums hatten die Möglichkeit, den vergangene Woche neu eröffneten AIT Forschungsstandort in der Giefinggasse als erste Gruppe zu besichtigen.

Projektleitung: Christa Bernert, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)

Konzept und Moderation: Carina Krausler und Johannes Brossmann, PlanSinn Planung und Kommunikation GmbH

Ein Schüler im TX Labor beim fti…remixed Forschungsbesuch des AIT

Michael Mürling und Vanessa Schuster vom AIT begrüssten die SchülerInnen

Das AIT Austrian Institute of Technology

Am AIT Austrian Institute of Technology) in der Giefinggasse 4 in Wien-Floridsdorf wurden die SchülerInnen zunächst von Michael Mürling und Vanessa Schuster begrüßt. Beide kümmern sich um Marketing und Kommunikation an verschiedenen Centern (so heißen dort die Abteilungen, die auf spezielle Themen fokussieren). Herr Mürling berichtete, dass das Gebäude am 23. April 2018 eröffnet wurde und die fti…remixed Veranstaltung der erste Besuch im neuen Gebäude sei. Um den Jugendlichen ein möglichst gutes Erlebnis zu bieten, wurden zwei Gruppen gebildet. Begleitet von Michael Mürling und Vanessa Schuster besuchten die Gruppen jeweils folgende Center des AIT:

Center for Vision, Automation & Control

Die SchülerInnen hörten aufmerksam zu

Als erstes ging es in den Keller zu einem Forschungslabor des Center for Vision, Automation & Control. Dort wurden die Schülerinnen und Schüler von Silvia Haselhuhn empfangen, die das Center vorstellte. Etwa 60 Personen arbeiten dort, der Großteil davon im neuen Forschungsgebäude. Das Center beschäftigt sich unter anderem damit, alle möglichen (technischen) Prozesse zu automatisieren, also selbstständig zu machen. Felix Bruckmüller arbeitet dort als Junior Researcher. Momentan wird das Forschungslabor noch eingerichtet, aber es werden bereits erste Tests durchgeführt.

Silvia Haselhuhn und Felix Bruckmüller stellten das Center for Vision, Automation & Control vor

 

 

Zum Beispiel hatte der Forscher ein unbemanntes Flugobjekt – umgangssprachlich auch Drohne genannt – vorbereitet. Dieses Flugobjekt ist mit Sensoren ausgestattet, mit deren Hilfe ein Computer alle anwesenden Personen in der Umgebung erfasst und ihre Position im Raum feststellt. Diese Technologie soll bei Unfallschauplätzen eingesetzt werden. Bevor die Einsatzkräfte vor Ort sind kann das unbemannte Flugobjekt ein erstes Lagebild erstellen. Die Rettungskräfte wissen dann sofort, wo sich verletzte Menschen befinden. Durch die Wärmebildkamera kann diese Technologie auch in der Nacht eingesetzt werden. Die SchülerInnen konnten live erleben, wie die Grundfunktionen dieser Technik funktionieren.

 

Eine unbemanntes Flugobjekt („Drohne“), die mit unterschiedlichen Sensoren ausgestattet ist

Die Sensordaten werden auf einem PC angezeigt

Weiter konnten die Jugendlichen ein Satellitenbild eines kleinen Ausschnitts von Wien am Boden ausgebreitet betrachten. Hier wird simuliert, wie unbemannte Flugobjekte 100 Meter über dem Boden fliegen und mit Hilfe einer Kamera erfassen, wo sie sich befinden. Bei diesem Projekt wird eine neue Technologie entwickelt, welche den Standort ohne GPS ermitteln kann.

Auch mit Kollisionsvermeidung beschäftigt sich das Center. Immer öfter gibt es Meldungen, wonach Flugzeuge mit unbemannten Flugobjekten kollidieren. Das AIT arbeitet an einer Innovation, die es Flugzeugen und Helikoptern ermöglichen soll, ihre Umgebung und mögliche Kollisionsobjekte in Echtzeit zu erfassen und zu ermitteln, wie ein Zusammenstoß verhindert werden kann.

Center for Digital Safety & Cyber Security

Beim Rundgang durch die Büroräume des neuen AIT Gebäudes

Nach diesem spannenden Besuch ging es weiter zu einem kurzen Rundgang durch die Büroräume des Center for Digital Safety & Security. Alles ist hell und offen gestaltet. Glastüren machen sichtbar, wer gerade anwesend ist. Viele gemütliche Sitzecken laden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Verweilen und Austausch ein. Die Runde endete in einem Besprechungsraum, wo bereits Sicherheitsexperte Oliver Jung wartete. Er arbeitet mit fünf KollegInnen und immer wieder studentischen MitarbeiterInnen sowie FerialpraktikantInnen im Bereich Cybersecurity. Dazu hat er auch einen Vortrag „Cybersecurity – Reale Bedrohungen aus der virtuellen Welt“ vorbereitet.

Bei seiner Arbeit dreht es sich um den Wettlauf „Gut gegen Böse.“ Hacker versuchen Systeme zu durchbrechen und Programmierer diese immer besser zu machen. Nachdem die IT eine immer größere Rolle in unserer Welt spielt, wird deren Sicherheit ein immer größeres Thema. In Zukunft werden intelligente Stromnetze, so genannte Smart Grids, unsere Stromversorgung übernehmen. Aber was ist, wenn sich jemand in diese einhackt und uns den Strom abdreht? Um solche Szenarien zu verhindern, ist es wichtig bereits jetzt die Infrastruktur gegen Cyberangriffe (also Angriffe übers Internet) zu schützen. Generell muss man erst einmal wissen wie ein System funktioniert, bevor man es schützen kann. Danach muss man sich überlegen, welche Bedrohungen es gibt und ob diese einen Einfluss auf das System haben. Erst dann kann man Strategien gegen diese Bedrohungen entwickeln und sein System bestmöglich dagegen schützen.

Oliver Jung vermittelte den Jugendlichen, was es mit Cybersecurity auf sich hat

Center for Technology Experience

Michaela Reisinger zeigt den Umgang mit einer Virtual Reality-Brille

Weiter ging es zum TX (Technology Experience) Lab. Hier wird untersucht wie Menschen mit (neuen) Technologien umgehen. Um das herauszufinden, werden Fokusgruppen und Workshops in den speziellen Räumen des TX Lab abgehalten. Michaela Reisinger begrüßte die SchülerInnen und erklärte ihnen die Forschungsbereiche und Testräume des Center for Technology Experience. Sie erklärte u.a. den Unterschied zwischen „Augmented Reality“ (AR) und „Virtual Reality“ (VR).

Bei „Augmented Reality“ wird die Wahrnehmung der realen Umgebung verändert, bei „Virtual Reality“ wird in der Wahrnehmung eine gänzlich andere Umgebung hergestellt bzw. vorgetäuscht. Beides konnten die SchülerInnen durch verschiedene technische Brillen ausprobieren. Blickten sie durch eine AR Brille, konnten sie plötzlich im realen Raum Personen und Dinge sehen, die gar nicht da waren. In einer Ecke tauchte ein Cartoon Vogel auf, in einer anderen Ecke schwebte ein Astronaut. Im Labor konnten die Jugendlichen auch zwei VR-Brillen/Experimente testen. Bei einem befanden sich die NutzerInnen in einem schwarzen, leeren Raum, und konnten mit ihren Händen Würfel erzeugen und im Raum bewegen. In diesem virtuellen Raum ist es auch möglich, die Schwerkraft aufzuheben, wodurch alle Objekte rund herum zu fliegen beginnen. Die SchülerInnen hatten riesigen Spaß, sowohl beim selber ausprobieren, als auch beim Zuschauen. Das zweite VR-Experiment bot ein „realeres“ Erlebnis. Mithilfe der Brille konnten die Jugendlichen virtuell in der Seestadt, einem neuen Stadtteil Wiens, auf Erkundungstour gehen.

Die Jugendlichen probieren VR-Brillen

Michaela Reisinger erzählte den SchülerInnen außerdem, wie unterschiedlich die Ausbildungen des Teams an ihrem Center sind. ForscherInnen, die dort arbeiten, kommen u.a. aus den Bereichen Informatik, Psychologie und Biologie. Sie selbst hat Verhaltensbiologie studiert. Dieses Beispiel zeigt, dass heutzutage Wissen und Fähigkeiten aus verschiedensten Bereichen in der sogenannten interdisziplinären Forschung gebraucht werden. Am Ende der Führung berichtete eine weitere Forscherin des Centers, Kathrin Röderer, von spannenden Praktikumsmöglichkeiten: im Sommer vergibt das AIT immer wieder bezahlte Praktikumsplätze, bei denen interessierte junge Menschen richtig in der Forschung mitarbeiten können. Einige Jugendlichen zeigten großes Interesse an dem Angebot!

Eine Schülerin experimentiert mit einer AR-Brille

 

Mai 17th, 2018

Posted In: Rückblick

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Lust auf Technik und Forschung bekamen SchülerInnen bei einer fti…remixed Dialogveranstaltung als Vorevent zur Langen Nacht der Forschung 2018

Am Donnerstag, den 5. April 2018 fand eine fti…remixed Dialogveranstaltung in Form eines Speeddatings als Vorevent zur Langen Nacht der Technik 2018 in der Nordbahnhalle Wien statt. Schülerinnen und Schüler der Vienna Business School Augasse, Schulen des BFI Wien und der Sir Karl Popper Schule (Wiedner Gymnasium) hatten die Möglichkeit, 6 Expertinnen und Experten kennen zu lernen und sie über ihren Berufsweg und Arbeitsalltag zu befragen.

Einige der Expertinnen und Experten machen selbst bei der Langen Nacht der Forschung mit. Diese findet am Freitag, den 13. April 2018  österreichweit statt Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) wird in der Wiener Innenstadt, Am Hof mit 12 Stationen zu Zukunftsthemen der Mobilität, Energie, Informations- und Kommunikationstechnologien vertreten sein. Aber auch die Nordbahnhalle, an der die fti-Dialogveranstaltung stattgefunden hat, ist dieses Jahr erstmalig mit 12 Stationen bei der Langen Nacht der Forschung dabei und bietet spannende Aktionen für Jung bis Alt. Weitere Informationen über die anderen über 1.200 Stationen österreichweit findest du unter www.langenachtderforschung.at

Projektleitung: Christa Bernert, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)

Konzept und Moderation: Carina Krausler und Johannes Brossmann, PlanSinn Planung und Kommunikation GmbH

 

SchülerInnen beim fti…remixed Speeddating als Teaser für die Lange Nacht der Forschung 2018

 

 

Folgende Expertinnen und Experten haben beim Speeddating mitgemacht:

 

 

Fußballmatch gegen Roboter?

 

Sabrina Rubenzer begeisterte mit Robotern

 

Sabrina Rubenzer hat im Bachelorstudium Business Administration an der Wirtschaftsuniversität Wien studiert und ihr Masterstudium Organisations- und Personalentwicklung an der Fachhochschule Wien absolviert. Seit 2011 ist sie an der Fachhochschule Technikum Wien am Institut für Informatik in der Lehre und unter anderem in der Organisation und Entwicklung des RoboCup Junior tätig. RoboCup Junior ist eine international organisierte Bildungsinitiative. Ziel der Initiative ist es, Jugendlichen spielerisch den Umgang mit Robotern näher zu bringen. Die Jugendlichen bauern kleine Roboter für spezielle Aufgaben und zeigen diese dann in Präsentationen und Wettbewerben.

 

Roboter, der Richtungsänderungen durch Lichtsensoren macht

 

In ihrer Arbeit beschäftigt sich Sabrina Rubenzer mit der Softwareentwicklung von Robotern. Dabei unter anderem mit Rescue-Robotern. Das sind Roboter, die Verschüttete retten. Aber auch an der Erforschung von Robotern, die mit Menschen Fußballspielen, wirkt sie mit. Dieses Ziel soll 2050 erreicht werden. Noch ist man davon weit entfernt. Derzeit ist die große Herausforderung, Roboter zu entwickeln, die das Gleichgewicht halten können, wenn sie einen Schubser bekommen. Es ist schwierig und aufwendig diesen Schwerpunkt zu berechnen. Daher ist momentan der Roboter am erfolgreichsten, der am schnellsten aufstehen kann.
Als Forschungsgegenstand hatte sie einen Roboter mit. Einer dieser Roboter ist mit Sensoren ausgestattet, der auf helles und dunkles Licht mit Richtungsänderungen reagiert. Damit ist es möglich, dass er auf einer Linie im Kreis fährt und selbstständig die Richtung ändert.

 

 

Der „Biogas-Doktor“

Wolfgang Gabauer bringt viel Begeisterung für seinen Fachbereich Biogas mit

 

Wolfgang Gabauer absolvierte zunächst ein Bachelorstudium Produkt- und Projektmanagement (Studienrichtung Energie- und Rohstoffwirtschaft) an der Fachhochschule Wiener Neustadt. Bereits während des Bachelors begann er 2006 als wissenschaftlicher Projektmitarbeiter an der Universität für Bodenkultur (BOKU), Standort Tulln, in der Biogas Forschungs- und Beratungsgruppe zu arbeiten – bis heute. Berufsbegleitend absolvierte er an der BOKU und Technischen Universität München einen Master in Stoffliche und Energetische Nutzung Nachwachsender Rohstoffe.

 

Forschungsgegenstand Biogas: Erneuerbare und klimaverträgliche Energiequelle

 

„Spiel, Spaß und Spannung“ findet Wolfgang Gabauer besonders wichtig für den beruflichen Werdegang. All dies bietet ihm seine Tätigkeit zum Thema Biogas an der BOKU. Biogas ist Methan, dass durch den Einsatz von Mikroorganismen aus organischem Material wie Gras, Mais oder Speiseabfällen gewonnen wird. Es kann genauso eingesetzt werden wie Erdgas, ist aber keine fossile, sondern eine erneuerbare Energiequelle und daher klimaverträglicher. Wolfgang Gabauer beschrieb den Jugendlichen die Bereiche seiner Arbeit wie folgt: 1) Einerseits arbeite er als „Biogas-Doktor“ – also als Berater für Betreiber von Biogas-Anlagen. Wenn es Probleme mit Anlagen gibt und die Mikroorganismen nicht so arbeiten wie geplant, dann melden sich die Betreiber bei ihm und er hilft bei der Problemlösung. 2) Andererseits arbeitet er in Forschungsprojekten, d.h. er versucht bestehende Technologien zu verbessern und neue zu entwickeln. Eine solche neue Entwicklung ist die Nutzung von CO2 und Wasserstoff zur Biogaserzeugung.

Der passionierte Forscher erzählte den Jugendlichen auch von seinem beruflichen Werdegang. Nach der HAK arbeitete er zunächst als Wirtschaftsprüfer, merkte aber bald, dass ihn die Arbeit nicht erfüllte. So machte er sich auf die Suche nach einem spannenden Studium und fand den Weg in seine jetzige Tätigkeit. Interessierte SchülerInnen erkundigten sich bei ihm, ob sie in Kooperation eine Diplomarbeit schreiben könnten, und Wolfgang Gabauer ermutigte die Jugendlichen, sich mit ihren Ideen an Ihn zu wenden.

 

 

 

 

Was für eine Aufgabe hat Calcium in einer Zelle?

 

Isabella Ellinger erklärte wie es in einer Zelle aussieht

 

Isabella Ellinger hat Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur Wien studiert. Nach ihrer Dissertation folgten Post-Doc Aufenthalte an der Medizinischen Universität Wien sowie an der Universität von Lausanne. Jetzt ist sie in der Forschung und Lehre am Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung an der Medizinischen Universität Wien tätig.

 

Modell einer Zelle

 

Als Zellbiologin interessiert Isabella Ellinger wie eine Zelle funktioniert. Sie ist in der Grundlagenforschung tätig und untersucht Mechanismen der Zelle und was passiert, wenn diese nicht mehr funktionieren. Als Forschungsgegenstand hatte sie ein veranschaulichtes Modell einer Zelle mitgebracht. Auf dieser sitzt ein calciumsensitiver Rezeptor. Dessen Aufgabe ist es, das Calcium im Blut zu messen. Ist zu wenig davon da gibt er die Information an die Zelle weiter. Die Zelle schüttet ein Hormon aus, das im Darm wirkt. Dieser nimmt anschließend mehr Calcium aus der Nahrung zu sich. Dieser calciumsensitive Rezeptor wird gerade im Rahmen eines EU-Forschungsprojektes untersucht.

Ein Schwerpunkt von Isabella Ellingers Forschung liegt im Bereich plazentare Transportmechanismen. Dabei untersucht sie wie Substanzen während der Schwangerschaft von der Mutter zum Baby kommen. Ein weiteres interdisziplinäres Forschungsprojekt beschäftigt sich mit automatisierter Mikroskopie. Dabei helfen Computer mikroskopische Bilder zu analysieren.

 

 

Was könnte Autonomes Fahren für Auswirkungen haben?

 

Aggelos Soteropoulos forscht zur Zukunft der Mobilität

 

Aggelos Soteropoulos hat Raumplanung und Raumordnung an der Technischen Universität Wien (TU) studiert. Derzeit ist er Projektassistent am Fachbereich für Verkehrssystemplanung an der TU Wien. Seine Expertise und Interessen liegen im Bereich Verkehrsmodellierung, räumliche Analysen und Simulationen sowie Verkehrssicherheit. Seine Doktorarbeit schreibt der Forscher zu den Auswirkungen von automatisiertem Fahren auf Mobilität, das Verkehrssystem und der Siedlungsentwicklung.

Das Thema autonomes/automatisiertes Fahren ist in aller Munde. Immer wieder wird in Zeitungen und Nachrichten darüber berichtet. Kurz gesagt handelt es sich dabei um die technischen Entwicklungen, die es in Zukunft ermöglichen sollen, fahrerlose Autos zu benutzen. Diese würden Menschen (und Dinge) autonom, also selbstständig, transportieren. Aggelos Soteropoulos erzählte den SchülerInnen über mögliche Auswirkungen dieser technischen Innovationen: möglicherweise würden Menschen weitere Strecken zurücklegen, weil sie während der Fahrt anderen Tätigkeiten nachgehen könnten. Das würde aber mitunter das Verkehrsaufkommen insgesamt erhöhen. Vielleicht benötigten Städte weniger Parkplätze, weil ein autonomes Auto ähnlich wie ein Taxi von vielen Menschen genutzt und bei Bedarf einfach gerufen würde. Und vielleicht wäre das Verkehrssystem viel sicherer, weil 9 von 10 Unfällen auf menschliches Versagen zurückzuführen sind. Die SchülerInnen hatten zahlreiche Fragen zu diesem faszinierendem Thema: Würde es dann noch Straßenpolizei brauchen? Und gäbe es dann noch Staus? Wie verlässlich sind die Sensoren, die so ein autonomes Fahrzeug verwendet? Die Diskussion zeigte, dass sich die SchülerInnen Gedanken zu technischen Innovationen wie autonomem Fahren machen.

 

 

 

 

Woher kommen Epidemien?

 

Anna-Margaretha Pichler betreut SchülerInnen bei AGES-Praktika

 

Anna-Margaretha Pichler hat das Lehramtsstudium für Ernährungspädagogik an der Pädagogischen Akademie des Bundes (jetzt Pädagogische Hochschule) sowie das Veterinärmedizinstudium an der Veterinärmedizinischen Universität Wien absolviert. Danach war sie Studienassistentin an der Chirurgie und Augenheilkunde der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Seit 2002 arbeitet sie bei der AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH.

In ihrer Tätigkeit beschäftigt sich Anna-Margaretha Pichler wissenschaftlich mit Epidemien. Sie versucht herauszufinden, wo der Ausgangspunkt von Krankheiten liegt. Wie z.B. Salmonellose in gemahlenen Nüssen oder Noroviren in Tiefkühlbeeren. Auch bei großen Masern- und Mumpsausbrüchen fährt sie an den Ausbruchsort um nachzuforschen.

Bei der AGES betreut sie auch die SchülerInnenpraktika. Im letzten Jahr hat sie 28 Schülerinnen und Schüler in den unterschiedlichsten Abteilungen der AGES betreut. Auch heuer sind bereits wieder 21 Jugendliche fixiert, die im Sommer bei Arbeitsluft schnuppern dürfen.

 

 

 

Ein kleiner Einblick in die Teilchenphysik

 

Carina Trippl entwickelt Detektoren, mit denen die starke Wechselwirkung gemessen werden soll

 

Carina Trippl studiert Physik an der Universität Wien. Derzeit befindet sie sich im Masterstudium und arbeitet im Rahmen ihrer Masterarbeit am Stefan Meyer Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Am Stefan Meyer Institut wird unter anderem an der Erforschung der starken Wechselwirkung gearbeitet. Dies ist eine der vier Grundkräfte der Physik, neben der Gravitation, dem Elektromagnetismus und der schwachen Wechselwirkung. Da es noch einige ungeklärte Fragen zur starken Wechselwirkung gibt, wird hierzu Grundlagenforschung betrieben. Konkreter geht es darum, wie diese physikalische Kraft auf spezielle Teilchen wirkt. Um das herauszufinden, werden in sehr komplexen Versuchen Atome mit sogenannten Kaonen (das sind subatomare Teilchen) beschossen. Treffen sie auf die Atomhülle, ersetzt ein Kaon dort ein vorhandenes Elektron. Da das Kaon eine größere Masse besitzt als das Elektron, hat das Atom mehr Energie als es braucht und gibt diese Energie in Form eines Photons (Röntgenstrahlung) ab. Dieses Photon kann in kleinen Detektoren gemessen werden. Die Detektoren, mit denen das möglich ist, sind sehr teuer, 2.000 – 3.000 Euro für ein Teil so groß wie ein Radiergummi (siehe Foto). Da das Signal des Photons sehr schwach ist, muss es verstärkt werden. Carina Trippl hilft als Teil ihrer Masterarbeit bei der Entwicklung eines computerartigen Gerätes, mit dem die Signale der Detektoren verstärkt werden können.

 

Forschungsgegenstand Detektor

 

Eine Schülerin fragte nach aufmerksamen Zuhören, ob es nicht sehr frustrierend sei mit Dingen zu arbeiten, die gar nicht sichtbar und so abstrakt sind. Carina Trippl bejahte diese Frage schmunzelnd, erzählte den Jugendlichen aber auch davon wie erfreulich es ist, wenn Experimente nach langer Vorbereitung klappen. Sie berichtete auch, dass sie über ein Praktikum zu ihrer jetzigen (Master)Arbeit am Stefan Meyer Institut gekommen ist. Und sie ermutigte die SchülerInnen unbeirrt ihren Interessen zu folgen.

 

Du hast Lust auf mehr bekommen? Komm am Freitag, den 13. April 2018 zur Langen Nacht der Forschung! Das Programm findest du hier: www.langenachtderforschung.at

April 9th, 2018

Posted In: Rückblick

Am Dienstag, den 30. Jänner 2018, fand eine fti…remixed Dialogveranstaltung in Form eines Speeddatings im Rahmen der FIT Studien-Informationstage 2018 an der FH Technikum Wien statt. Die FIT Infotage haben das Ziel, junge Frauen zu ermutigen, ihren Horizont zu erweitern und auch technische oder naturwissenschaftliche Ausbildungswege in ihrer Zukunftsplanung zu berücksichtigen. Schülerinnen aus unterschiedlichen Schulen, u.a. des Technologischen Gewerbemuseums – Höhere technische Berufs- und Lehranstalt, des Realgymnasiums/Wirtschaftskundlichen Realgymnasiums Feldgasse sowie der Bundeshandelsakademie Wien 22 hatten die Möglichkeit, fünf Expertinnen kennen zu lernen und sie über ihren Berufsweg und Arbeitsalltag zu befragen.

Projektleitung: Christa Bernert, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)

Konzept und Moderation: Carina Krausler und Johannes Brossmann, PlanSinn Planung und Kommunikation GmbH

SchülerInnen beim fti…remixed Speeddating im Rahmen der FIT Infotage

 

Folgende Expertinnen haben beim Speeddating mitgemacht:

 

Mit Videospielen medizinische Übungen ausführen

Veronika David erklärt ein medizinisches Forschungsprojekt

Veronika David hat nach dem Bachelorstudium Biomedical Engineering den Master Gesundheits- und Rehabilitationstechnik an der FH Technikum Wien absolviert. Seit 2012 ist sie in der Forschung und Entwicklung sowie als Lektorin am Institut für Biomedical, Health and Sports Engineering an der FH Technikum Wien tätig. Dort arbeitet sie im Bereich der Bewegungsanalyse, Rehabilititationstechnik und Assistierende Technologien.

Veronika David zeigte eine Übung, die für SchlaganfallpatientInnen entwickelt wurde. Dazu hatte sie einen Bildschirm und eine Kinect mit. Die Kinect ist eine Hardware, welche die Hände erkennt und zur Steuerung der Videospielkonsole Xbox 360 entwickelt wurde. Diese kann man einfach im Handel erwerben. Das war ein wichtiger Faktor bei der Umsetzung dieses Projekts. PatientInnen sollten die Übungen daheim durchführen können und auch einen Anreiz haben das zu tun. Bei der Übung werden beide Hände von der Kinect erkannt. Am Bildschirm wird ein Bücherregal gezeigt, aus dem Bücher herauszufallen drohen. Die PatientInnen müssen das Herausfallen verhindern indem sie mit der jeweiligen Hand zum Buch zeigen. Dabei wird die Koordination der oberen Extremitäten trainiert. Dieses Projekt wurde gemeinsam mit dem NRZ (Neurologisches Rehabilitationszentrum) Rosenhügel umgesetzt, was eine praxisnahe Umsetzung begünstigt.

 

Bitcoins sicherer machen!

Katharina Pfeffer will herausfinden wie man Bitcoins sicherer macht

Katharina Pfeffer hat Publizistik und Kommunikationswissenschaften mit Schwerpunkt auf Medieninformatik sowie Informatik mit Schwerpunkt auf Medieninformatik und Networking an der Universität Wien studiert. Das Masterstudium Communication Systems mit Spezialisierung auf Security & Privacy hat sie am KTH Royal Institute of Technology in Stockholm, Schweden absolviert. Seit November 2017 ist sie bei SBA Research und an der Technischen Universität Wien und macht ihr Doktorat in Informatik.

Momentan beschäftigt sich Katharina Pfeffer mit der Sicherheit von Bitcoin. Bitcoin ist ein digitales Währungssystem, bei dem jede Transaktion in der Blockchain gespeichert wird. Um die Währung zu benutzen, braucht es einen digitalen Schlüssel. Dieser Schlüssel muss sicher verwaltet werden, da ein Verlust zu einem Verlust der assoziierten Bitcoins führt. Katharina Pfeffer beschäftigt sich damit, wie User Bitcoin nutzen, ihren Schlüssel verwalten und welche Gründe es für dessen Verlust gibt. Ihr Ziel ist es, das Bitcoin-System userfreundlicher zu machen.

 

Sammelt Erfahrungen im Ausland!

Miriam Unterlass studierte viel im Ausland

Miriam Unterlass studierte Chemie, Verfahrenstechnik und Materialwissenschaften in Deutschland, England und Frankreich. Ihr Doktorat absolvierte sie am Max-Planck-Institut für Kolloid-und Grenzflächenforschung. Seit 2012 leitet sie eine eigene Forschungsgruppe am Institut für Materialchemie der Technischen Universität Wien, das UnterlassLAB.

In den Gesprächen mit den Schülerinnen gab es viel Interesse und Austausch zum Studieren im Ausland. Miriam Unterlass hat selbst viel im Ausland studiert und legt diese Erfahrung den Jugendlichen ans Herz. Sie erzählte, dass das Bachelorstudium in den meisten Ländern in der jeweiligen Landessprache angeboten wird. Das sollte aber niemanden abhalten, denn man lernt die Sprache unheimlich schnell, wenn man vor Ort ist. Masterstudien sind oft auf Englisch, auch an der Technischen Universität Wien. Die Bachelor- und Masterstudien sind in Europa seit der Einführung des ECTS (European Credit Transfer System) leicht anrechenbar. Für jede absolvierte Lehrveranstaltung gibt es ECTS-Punkte und um ein Studium abzuschließen muss man eine gewisse Anzahl dieser Punkte erreichen. Damit lassen sich Lehrveranstaltungen und Studien in ganz Europa anrechnen.
Miriam Unterlass gab den Schülerinnen den Rat, ab dem 1. Tag des Studiums mit vollem Einsatz dabei zu sein. Sie ermutigte die Jugendlichen außerdem, bei Interesse einfach auf ExpertInnen zuzugehen und um Hilfe oder Informationen zu fragen. Ihrer Erfahrung nach sind die meisten WissenschaftlerInnen offen und freuen sich über Austausch.

 

„Ich bin kein Computer Nerd“

Brigitte Rafael arbeitet bei IBM

Brigitte Rafael studierte Informatik an der Johannes Kepler Universität Linz und absolvierte ihr Doktorat bei einem Start-Up in Wien. Seit einigen Jahren ist sie nun bei IBM und derzeit im Bereich Requirements Engineering tätig.

Brigitte Rafael erklärte zunächst ihre derzeitige berufliche Tätigkeit bei IBM. Requirements Engineering steht für Anforderungsanalyse, und ist ein wichtiger Teil von Software-Entwicklung. Als Business Analyst in diesem Bereich vermittelt sie zwischen Kunden, IT-Architekten und Software-Entwicklern. Ihre Aufgabe ist es, die Bedürfnisse der Software-AnwenderInnen zu erfassen und in eine technische Logik für die Programmierung zu „übersetzen“. Dafür ist es sehr hilfreich, dass sie selbst Informatikerin ist. Als Beispiel erzählte sie von einem großen Projekt im Auftrag der ÖBB, bei dem eine neue Software für die ZugbegleiterInnen entwickelt wurde.

Zu ihrem Studienweg erzählte Brigitte Rafael den SchülerInnen, wie sie vom neusprachlichen Gymnasium zur Informatik gekommen ist: sie interessierte sich für Mathematik, und fand bald, das Programmieren ähnlich spannend ist. Sie erklärte aber auch, dass sie „kein Computer Nerd“ sei, und dass nicht nur Nerds Informatik studieren. Insgesamt meinte sie, dass es im Technik-Bereich immer noch sehr gute Berufschancen gibt, und oft bereits während der Bachelor- oder Masterarbeit die Möglichkeit besteht, mit Unternehmen zusammen zu arbeiten.

 

Ein prüfendes Auge für Vergaben

Barbara Fabian erzählt aus ihrem Berufsalltag bei der ÖBB-Infrastruktur AG

Barbara Fabian hat Bauingenieurwesen – Zweig Baubetrieb und Bauwirtschaft an der Technischen Universität Wien studiert. Seit 2005 ist sie bei der ÖBB – Infrastruktur AG beschäftigt. Dort ist sie im Stab Einkauf tätig und kümmert sich um Beschaffung von Bauleistungen und baunahen Dienstleistungen. Sie ist verantwortlich für die begleitende Beratung und Kontrolle der Vergabeverfahren.

Die ÖBB-Infrastruktur AG ist für den Erhalt und Erweiterung der Bahnhöfe und des Schienennetzes in Österreich zuständig. Im Berufsalltag wird Barbara Fabian also nicht langweilig, denn rund um die Bauvorhaben ist viel zu tun. Immer wieder bekommt sie neue Projekte, dabei melden sich KollegInnen bei ihr, wenn es um das Erstellen von Ausschreibungsunterlagen geht. Wenn die Ausschreibungsunterlagen fertig sind, werden sie auf eine online Plattform gestellt. Dort können sie Baufirmen herunterladen und anschauen. Die Angebote der Baufirmen werden von diesen im Gegenzug auf die gleiche Plattform hochgeladen. Barbara Fabian überwacht mit einem prüfenden Auge die Vergabeverfahren. Auch wenn Baufirmen bereits operativ auf der Baustelle tätig sind, tritt sie wieder auf den Plan. Wenn Mehrforderungen gestellt werden, muss sie prüfen, ob diese berechtigt sind.

 

Februar 8th, 2018

Posted In: ForscherInnen-Speeddating, Frauen in der Forschung, IKT, Informationstechnologien, Veranstaltungen

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Am Mittwoch, den 31. Jänner 2018 fand eine fti…remixed Dialogveranstaltung in Form eines Speeddatings im Rahmen YO!TECH – Lust auf Technik – Informationsveranstaltung für SchülerInnen der Oberstufe über technische und naturwissenschaftliche Ausbildungswege – im Technischen Museum Wien statt. Schülerinnen und Schüler der AHS Sigmund Freud-Gymnasium 1020 Wien, und der Hertha Firnberg Schulen für Wirtschaft und Tourismus 1210 Wien hatten die Möglichkeit, 7 Expertinnen und Experten kennen zu lernen und sie über ihren Berufsweg und Arbeitsalltag zu befragen.

Projektleitung: Christa Bernert, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)

Konzept und Moderation: Victoria Matejka und Johannes Brossmann, PlanSinn Planung und Kommunikation GmbH

SchülerInnen beim fti…remixed Speeddating im YO!TECH Oberstufe 2018 © Cox Orange/Roland Unger

Folgende Expertinnen und Experten haben beim Speeddating mitgemacht:

Abheben mit Pegasus

Carsten Scharlemann berichtete von der Entwicklung des CubeSats Pegasus © Cox Orange/Roland Unger

Bei Carsten Scharlemann dreht sich alles um Aerospace Engineering, zu Deutsch Luft- und Raumfahrttechnik. In diesem Feld hat der Forscher an der Technischen Universität München sein Studium absolviert, an der Ohio State University in den USA seinen Ph.D. erhalten und jetzt leitet er den gleichnamigen Masterstudiengang an der Fachhochschule Wiener Neustadt.

Das Gestell eines CubeSats © BMVIT / Bernert

Das Gestell eines CubeSats © BMVIT / Bernert

Für Carsten Scharlemann war schon seit Kindestagen klar, dass er sich mit Raumfahrt beschäftigen will. Gesagt, getan! Mittlerweile leitet er einen Studiengang zu diesem Thema in Österreich. Um die SchülerInnen einzubinden, ließ Herr Scharlemann sie raten, wie schwer und teuer Satelliten normalerweise sind. Es wurde fleißig geraten, bevor der Forscher erklärte, dass klassische Satelliten zwischen 1-5 Tonnen wiegen und rund 300 Millionen Euro kosten. Kaum zu glauben, als er dann von Pegasus erzählt: der CubeSat, ein Mini-Satellit, wiegt gerade mal 2 Kilogramm und seine Außenmaße betragen 10x10x20 cm, ca. so groß wie ein großes Packerl Saft. Auch die Kosten sind viel geringer, rund 250.000€. Der CubeSat Pegasus wurde u.a. mit Studierenden der FH Wiener Neustadt entwickelt, und umkreist seit Juni 2017 die Erde in 519km Höhe. Er sammelt Daten zur Atmosphäre und schickt sie zurück zur Erde. Viele Jugendlichen hatten noch nie von Mini-Satelliten gehört und waren begeistert.

Was ist eigentlich Industrielle Verfahrenstechnik?

Christiane Mimra berichtete vom Studium der industriellen Verfahrenstechnik © Cox Orange/Roland Unger

Christiane Mimra studiert seit 2015 Industrielle Verfahrenstechnik an der Montanuniversität Leoben. Sie hat bereits einige Praktika in diesem Bereich absolviert, u.a. bei der voestalpine. An der Montanuni Leoben ist sie in der Studierendenvertretung (ÖH) und im Referat für Öffentlichkeitsarbeit tätig.

Zum Einstieg fragte Christiane Mimra die SchülerInnen, ob sie wussten, was industrielle Verfahrenstechnik sei. Dann erklärte die versierte Studentin, um was es dabei geht, nämlich um den Ablauf von verschiedenen technischen Verfahren in der Industrie.

Die Fragen, die sich VerfahrenstechnikerInnen bei ihrer Arbeit stellen, sind: Was für einen Input (Material, Stoff, etc.) gibt es? Und was für ein Output (erzeugtes bzw. verändertes Material) soll erzielt werden? Was für Schritte braucht es dafür? Ein Beispiel ist Eisenerz, das als Input für die Stahlindustrie fungiert, und aus dem Eisen gewonnen und schließlich Stahl erzeugt wird.

Als Anschauungsobjekt hatte Christiane Mimra drei kleine Fläschchen dabei, in denen eine Flüssigkeit und Feststoffe vermischt waren. Sie erklärte, dass die Flüssigkeit, in diesem Fall Wasser, als Trennmedium fungiert: beim Schütteln der Fläschchen vermischten sich die Feststoffe zunächst mit dem Wasser, bevor sie dann entsprechend ihrer Dichte absanken, die schwersten Teilchen zuerst, leichtere später. Dieser Mini-Versuch zum Auftrennen von Stoffen kann als Exempel für die Prozesse verstanden werden, mit denen sich VerfahrenstechnikerInnen im industriellen Maßstab beschäftigen.

Die Studentin hatte aber auch ein paar persönliche Tipps auf Lager: sie erzählte, dass sie nach der AHS ein technisches Studium wählte – und das gut machbar ist! – und empfahl den SchülerInnen, sich unbedingt zur Wahl stehende Unis oder Fachhochschulen vor Ort anzuschauen. Schließlich ist es einfach auch wichtig zu merken, ob man sich an einem Ort wohl fühlt!

Wundermittel „Blattlaus-Kacke“

Eva Ehmoser machte ihre Begeisterung für das natürliche Wundermittel Schellack deutlich spürbar © Cox Orange/Roland Unger

Eva Ehmoser hat zweifelsohne einen für sich passenden Bildungs- und Berufsweg eingeschlagen. Das merkt man an der Begeisterung, mit der sie über ihre Forschungsarbeit spricht. Im Biologie-Studium spezialisierte sie sich bald auf Biochemie, später auch auf Biophysik und Nanobiotechnologie. Heute, nach vielen Lehrstellen an Universitäten in Deutschland und Singapur, ist sie Leiterin des Institutes für synthetische Bioarchitekturen an der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien.

„In der Schule habe ich mich durch den sprachlichen Zweig gequält“, erzählt die Forscherin. Zum Glück hat sie schnell erkannt, dass ihre wahre Begeisterung in den Naturwissenschaften liegt. Heute beforscht Frau Ehmoser an ihrem Institut an der BOKU,  wie Naturprodukte so verarbeitet werden können, um Erdölprodukte als Werkstoffe zu ersetzen.

Der harzartige Stoff Schellack © PlanSinn / Matejka

Als Beispiel hat sie Schellack mitgebracht, eine harzartige Substanz, die als Ausscheidungsprodukt von Pflanzenläusen entsteht. Schellack wird schon in vielen Produkten verwendet: In Lebensmitteln wie Menthos oder Smarties, in Tabletten, aber auch in der Möbelpflege oder in Haarspray. Frau Ehmoser versucht den Schellack in ihrem Forschungsprojekt nun auch wasserstabil zu machen. So könnte es zum Beispiel auch im Flugzeugbau oder der Herstellung von Windkraftwerken verwendet werden – als Alternative zu Mitteln aus fossilen Rohstoffen. Um zu verstehen, wie aufwendig Materialforschung ist, erzählte die Forscherin, dass die Entwicklung neuer Materialien vom Labor bis zum nutzbaren Produkt meist zwischen 5 und 10 Jahren dauert.

Die Zukunft der Stadt und die Stadt der Zukunft

Daiva Jakutyte-Walangitang beschäftigt sich mit nachhaltiger Stadtentwicklung © Cox Orange/Roland Unger

Daiva Jakutyte–Walangitang hat Architektur an der Fachhochschule Frankfurt am Main (Deutschland) studiert und einen Master in Europäischer Urbanistik an der Bauhaus-Universität Weimar absolviert. Seit 2011 arbeitet sie am Energy Center des Austrian Institute of Technology (AIT). Ihr Themenfeld ist nachhaltige Stadtentwicklung mit Schwerpunkten auf urbanen Transformationsprozessen, Integration von erneuerbaren Energiequellen im städtischen Umfeld und innovative Quartiersentwicklung.

Daiva Jakutyte-Walangitang erzählte den SchülerInnen zunächst, was mit nachhaltiger Stadtentwicklung gemeint ist. Einerseits geht es darum, wie die Zukunft der Städte aussieht: immer mehr Menschen wohnen in Städten, brauchen Arbeit, Bildung, und Versorgungsmöglichkeiten, gleichzeitig müssen Energie- und Ressourcenverbrauch reduziert werden um den Klimawandel einzudämmen. Andererseits geht es darum, uns vorzustellen: Wie soll die Stadt der Zukunft aussehen? Wie entwickeln bzw. erhalten wir die Lebensqualität in den Städten?

Um diese komplexen Fragen beantworten zu können, arbeitet Daiva Jakutyte-Walangitang viel mit Menschen zusammen, mit ForscherInnen aus verschiedenen Disziplinen, aber auch mit Stadt-BewohnerInnen. Sie erzählte den SchülerInnen, dass ihr Berufsfeld deshalb eher einen „horizontalen-verbindenden“ Charakter hat, und sich weniger auf ein ganz spezifisches Thema spezialisiert und darin „vertikal“ vertieft.

Kundenkontakte, Planen & Tüfteln – die Arbeitswelt der Softwareentwicklung

Philipp Frauenthaler erzählte von seiner Arbeit als Softwareentwickler © Cox Orange/Roland Unger

Philipp Frauenthaler studiert an der TU Wien das Masterstudium Software Engineering & Internet Computing. Gleichzeitig arbeitet er als Java-Softwareentwickler bei der Firma Cenarion Information Systems GmbH.

So sieht es aus, wenn Philipp Frauenthaler an einer Software schreibt © PlanSinn / Matejka

Viele stellen sich Berufe in der Softwareentwicklung falsch vor, so die Erfahrung von Herrn Frauenthaler. Man sitzt nicht abgeschottet vor dem Bildschirm und schreibt Programme. Im Gegenteil – ein wichtiger Part der Arbeit besteht darin, gemeinsam mit den KundInnen passende und innovative Lösungen für deren Anliegen zu finden. Gemeinsam feilt man an Möglichkeiten und dann geht es ans Austüfteln der Software. Auch das Themenfeld Marketing ist im Beruf nicht zu unterschätzen.

Einige Jugendliche am Tisch von Herrn Frauenthaler interessierten sich besonders für die attraktiven Praktikumsmöglichkeiten bei der Firma Cenarion. Die Firma Cenarion bietet auch heuer wieder Sommerpraktika für SchülerInnen an. Hier können PraktikantInnen ein Gamification-Projekt von der Produktentwicklung bis zur Fertigstellung der Software selbst bearbeiten und bekommen dabei hilfreiche Unterstützung vom Team. Das Motto des Praktikums lautet dann „Bessere Software für eine bessere Welt“. Herr Frauenthaler zeigte am Laptop Projekte, die von anderen PraktikantInnen schon umgesetzt wurden. Ein eigener Praktikablog berichtet über die Erfahrungen der Jugendlichen. Jugendliche ohne Vorwissen können hier erste Erfahrungen im Bereich Informatik sammeln.

Etwa die Hälfte aller PraktikantInnen waren bisher Mädchen.
Nach dem Ende des Speeddatings blieben einige TeilnehmerInnen noch länger sitzen und unterhielten sich mit Herrn Frauenthaler über die Möglichkeiten, die ein solches Praktikum bietet. Wer immer Interesse hat – Herr Frauenthaler ist offen für Anfragen!

Die Niere, die Informatik braucht

Susanne Schaller erklärte, wie ihre neue Software Organstransplantationen unterstützen kann © Cox Orange/Roland Unger

Susanne Schaller hat zwei ihrer liebsten Schulfächer – Biologie und Informatik – im Bioinformatikstudium an der FH Oberösterreich, Campus Hagenberg, kombiniert. Sie hat zwei Masterstudien absolviert, eines in Bioinformatik in Schweden und eines in Biomedizininformatik in Österreich. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrende an der Fachhochschule Oberösterreich, Campus Hagenberg.

Biologie und Informatik – das sind erstmal zwei Berufsfelder, die man nicht miteinander in Verbindung bringen würde. Frau Schaller machte anhand ihres derzeitigen Forschungprojekts deutlich, wie wichtig die Kombination der beiden Felder sein kann: Sie schreibt eine Software, mit der man vorher bestimmen kann, ob eine Spender-Niere zum Empfänger-Körper passt. Bei Organtransplantationen ist nicht nur die richtige Blutgruppe entscheidend. Auch bestimmte Komponenten der DNA sind wichtig, damit der Empfänger-Körper die neue Niere nicht abstößt. Mit der neuen Software von Frau Schaller wird es möglich sein, die Erbinformationen von Spender und Empfänger entsprechend zu testen. Frau Schaller zeigte den Jugendlichen, wie ihr Programm aussieht und wie man die Übereinstimmung von Messdaten ablesen kann. Somit sinkt die Wahrscheinlichkeit von Fehlversuchen. Transplantationen sind sehr heikel, da zuvor das Immunsystem des Empfängers ganz runtergefahren werden muss. Es ist daher besonders wichtig, dass die meisten Risiken schon vorher ausgeschlossen werden.

Wann kommt meine Straßenbahn…?

Lukas Rohatsch bringt viel Begeisterung für seinen Fachbereich mit © Cox Orange/Roland Unger

Nach dem Bachelorstudium Verkehr und Umwelt an der FH Technikum Wien studiert Lukas Rohatsch derzeit im Masterstudium „Integrative Stadtentwicklung – Smart City“ an derselben Fachhochschule. Hier ist er auch politisch aktiv als stellvertretender Vorsitzender der HochschülerInnenschaft und als Studienvertreter für Verkehr und Umwelt. Nebenbei arbeitet er als Junior Researcher an der FH.

Dem jungen Forscher gefällt an seinem Arbeitsfeld vor allem, dass es verschiedene Themen beinhaltet, zum Beispiel Energiewirtschaft, Stadtentwicklung, IT und Mobilität. Das Ziel ist, nachhaltige Lösungen für Städte zu entwickeln, die die Lebensqualität der BewohnerInnen steigert.

Zum Beispiel durch das Projekt, das Herr Rohatsch den Jugendlichen vorstellte: Er entwickelte eine App, die schnell und übersichtlich Verkehrsinfos gibt. Alle 18 Sekunden erhält die App ein Update über die Verkehrslage. So kann das Programm errechnen, ob die Straßenbahn oder doch das Citybike die bessere Variante für den Nachhause-Weg darstellt. Die App soll vor allem als Info-Screen in öffentlichen Gebäuden genutzt werden, zum Beispiel am Ort des Speeddatings, im Technischen Museum. In der Ausgangshalle können dann alle BesucherInnen sehen, wo die nächsten Stationen von Öffis und citybike sind oder wo es car2go-Autos oder e-bike-Ladestationen in der Nähe gibt.

Das Projekt machte den Jugendlichen deutlich sichtbar, wie IT zu mehr Lebensqualität und auch zu nachhaltigerer Mobilität in Städten führen kann.

 

Februar 8th, 2018

Posted In: Rückblick

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Am Freitag, den 24. November 2017 fand eine fti…remixed Dialogveranstaltung in Form eines Speeddatings im Rahmen der BeSt Salzburg – Die Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung im Arena City Hotel statt. Schülerinnen und Schüler des Christian-Doppler Gymnasiums und des Werkschulheims Felbertal hatten die Möglichkeit, 7  Expertinnen und Experten kennen zu lernen und sie über ihren Berufsweg und Arbeitsalltag zu befragen.

Projektleitung: Christa Bernert, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)

Konzept und Moderation: Carina Krausler und Johannes Brossmann, PlanSinn Planung und Kommunikation GmbH

SchülerInnen beim fti…remixed Speeddating im Rahmen der BeSt Salzburg

Folgende Expertinnen und Experten haben beim Speeddating mitgemacht:

 

Drohnen in der Forschung!

Sebastian d’Oleire-Oltmanns brachte als Forschungsgegenstand eine Drohne mit

Sebastian d’Oleire-Oltmanns hat Landschafts- und Umweltplanung an der Technischen Universität Berlin studiert und an der Goethe Universität Frankfurt in Geoinformatik promoviert. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Geoinformatik – Z_GIS  an der Universität Salzburg.

Als Forschungsgegenstand brachte er eine Drohne mit

Drohnen sind nicht nur zum Spielen da, auch die Forschung hat sie für sich ent­deckt. Sebastian d’Oleire-Oltmanns hat als Forschungsgegenstand eines dieser Flugobjekte mitgebracht. Mit Hilfe dieser können Bilder für unterschiedlichste Arbeitsbereiche aufgenommen werden. Einerseits können so mit Momentaufnahmen Kartierungen gemacht werden. Andererseits ist auch die Berechnung eines dreidimensionalen Bildes möglich. Dabei fliegt die Drohne in derselben Höhe über eine Fläche und macht Bilder. Dies wird noch einmal in einer anderen Entfernung gemacht. Durch die beiden Bilder in unterschiedlicher Entfernung vom Boden kann ein 3D Bild erstellt werden. Auch in der Landwirtschaft kommen diese Drohnen zum Einsatz. Dabei wird ein Feld fotografiert. Der Landwirt sieht dann wo zum Beispiel der Mais niedriger ist. Dort gibt es Bedarf zu düngen. So kann er gezielt den einzelnen Bereich mit Dünger versorgen und muss diesen nicht auf dem gesamten Feld ausbringen. Durch diesen geringeren Einsatz von Düngemitteln kann ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden.

 

Was haben Chips mit Skifahren zu tun?

Thomas Grasmann begeisterte mit seiner langjährigen Erfahrung in der Entwicklung

Thomas Grasmann hat die Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt in Salzburg im Fachbereich Elektrotechnik besucht. Er ist seit 34 Jahren bei der Firma SKIDATA AG und ebenso lange in der Entwicklung tätig. Momentan liegt ein Schwerpunkt seiner Arbeit in der Entwicklung von berührungslosen Zutrittssystemen. Dafür werden extrem kleine Chips in die Skikarten eingeschweißt, die beim Zutritt zum Lift von einem Computer ohne Berührung gelesen werden.

Thomas Grasmann erklärte, dass die Betreiber der Schigebiete sich nicht nur für den berührungslosen Zutritt zu den Schiliften interessieren. Mit der Zutrittsberechtigung wird auch jedes Mal abgefragt, mit welchem Lift die Person wie oft fährt. So kann festgestellt werden welche Pisten am beliebtesten sind. Auch können Rückschlüsse in der Pistennutzung auf die Altersgruppen Kinder, Jugendliche und Erwachsene gewonnen werden. Damit all das funktioniert, entwickelt der Experte mit seinem Team immer wieder neue Lösungen. Auf Nachfrage eines Schülers erzählte Herr Grasmann aber auch, dass das Testen dieser neuen technischen Systeme oft noch länger dauert als das Entwickeln selbst. Zudem sind solche Tests sehr aufwendig.

 

Mit einer App lernen richtig zu trainieren?

Eva Lugstein erklärte die möglichen Anwendungen eines digitalen Körpermodells

Eva Lugstein studiert Informatik an der Universität Salzburg und ist als studentische Mitarbeiterin bei der Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H. tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit forscht sie gerade für ihre Masterarbeit, in der es um die Entwicklung eines Körpermodells geht. Dieses digitale Modell soll die Bewegungen des menschlichen Körpers widerspiegeln und verstehen. Konkret geht es darum, dass am Körper befestigte Sensoren Informationen zu ausgeführten Bewegungen an ein Smartphone übertragen. Auf dem Smartphone soll dann eine App die Daten analysieren, und mit dem digitalen Körpermodell abgleichen. So eine Anwendung könnte in den Bereichen Fitness und Rehabilitation angewendet werden, um den NutzerInnen Feedback zu ihren Bewegungen zu geben. So könnten Menschen z.B. nach einer Verletzung lernen, muskelstärkende Übungen richtig auszuführen. Oder SportlerInnen könnten beim Training Rückmeldungen erhalten, ob sie ihren Körper optimal bewegen.

 

Was hat Fifa18 mit der Körperhaltung zu tun?

Wolfgang Kremser beschäftigt sich mit Technologien, die auch bei Computerspielen zum Einsatz

Wolfgang Kremser studierte Angewandte Informatik an der Universität Salzburg und macht gerade das Masterstudium Data Science. Derzeit arbeitet er bei der Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H., wo er als Junior Researcher tätig ist.

Ein Bewegungssensor überträgt Daten an ein Smartphone

Wolfgang Kremser hat sich in den letzten Jahren viel mit Mobilität im Bereich der Verkehrstechnik beschäftigt. Sein Forschungsschwerpunkt liegt jetzt in einer anderen Form von Mobilität – der menschlichen Mobilität. Als Forschungsgegenstand hatte er einen Sensor und eine Android-App mit. Dieser Sensor misst an der x-Achse die Bewegung und die Beschleunigung und kann auch seine Drehgeschwindigkeit per Bluetooth an die Android-App schicken. Diese stellt die Lage des Sensors in einem virtuellen Raum nach. Wenn man mehrere Sensoren hat und die Lage zueinander weiß, kann man den Winkel zwischen ihnen berechnen. So erkennt zum Beispiel eine App ob eine Person eine falsche Körperhaltung einnimmt. Die App kann dann eine Information an die betreffende Person schicken, damit diese die Haltung korrigiert. Diese Technologie soll vor allem im Bereich der Rehabiitation eingesetzt werden.

 

Können Häuser in Zukunft intelligente Stromnutzer werden? Ja!

Judith Schwarzer präsentierte ein Modell eines „Smart Homes“

Judith Schwarzer hat Diplomphysik an der TU Darmstadt und Sport auf Lehramt an der Deutschen Sporthochschule Köln studiert, arbeitet aber jetzt in einem ganz anderen Bereich: als Assistenzprofessorin am Studiengang Informationstechnik und Systemmanagement an der Fachhochschule (FH) Salzburg. Dort forscht und lehrt sie zum Thema „Smart Homes“ und „Smart Grids“. Bei beiden geht es um den intelligenten Umgang mit Strom, also wie die Nutzung im Haushalt und die Übertragung in Stromnetzen verbessert werden kann.

Als Forschungsgegenstand brachte Frau Schwarzer ein Modell eines „Smart Homes“ mit. An diesem erklärte sie, um was es sich bei dem Konzept konkret handelt. In einem Haus könnte zum Beispiel mit einer Solaranlage am Dach Strom produziert werden. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Geräte, die Strom verbrauchen – Waschmaschine, Geschirrspüler oder elektronische Kochherde, und in Zukunft vermehrt auch Elektroautos. Nun stellt sich die Frage, wann die Solaranlage am meisten Strom produziert und wann welches Gerät am sinnvollsten genutzt bzw. geladen werden könnte? In einem „Smart Home“ werden solche Entscheidungen unter Einbeziehung von IT (Informationstechnologien) getroffen. Diese beziehen nicht nur das Geschehen im Haus selbst, sondern auch im weiteren Stromnetz mit ein, also ob z.B. gerade viel oder wenig Strom verfügbar ist.

Um den produzierten Storm, vor allem von erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft und Solaranlagen effizienter zu nutzen, benötigt es „Smart Grids“ – intelligente Stromnetze. Frau Schwarzer erklärte, dass diese Netze mit Hilfe von IT und Internet aufgebaut werden, um Stromproduktion und -verbrauch möglichst sinnvoll abzustimmen.

 

Wie interagieren Menschen und Maschinen?

Thomas Meneweger erzählte von den Herausforderungen automatisierter Systeme

Thomas Meneweger hat Soziologie an der Universität Salzburg studiert. Über ein Projekt ist er zum Center for Human-Computer Interaction der  Universität Salzburg gekommen. An diesem Zentrum arbeiten WissenschaftlerInnen und ForscherInnen aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen. Sie beschäftigen sich damit, wie Menschen und Maschinen interagieren.

Thomas beschäftigt sich speziell mit der Frage, wie Menschen und automatisierte Systeme in der Produktion zusammen arbeiten. Als Beispiel erzählte er von einer Fabrik, wo automatisierte Gabelstapler (also ohne Fahrer, gesteuert von einem Computer) unterwegs sind. Er erklärte den SchülerInnen, dass solche Systeme sehr komplex sind, vor allem wenn Fehler auftreten und gelöst werden müssen. Das Wartungspersonal ist also sehr gefordert, weil oft die Probleme ganz woanders liegen als vermutet.

Als das Thema zu selbstfahrenden Fahrzeugen schwenkte, warf eine Schülerin eine spannende Frage ein: Ob solche automatisierten Systeme (z.B. selbstfahrende Autos) nicht problematisch wären aus ethischer Sicht? Thomas stimmte zu, und erklärte, dass es an der Schnittstelle von Mensch und Maschine immer um die Fragen der Kontrolle und Verantwortung gehe.

 

Teststreifen in der Entwicklung

Susanne Schaller erzählte, wie die Entwicklung von Teststreifen funktioniert

Susanne Schaller hat zwei ihrer liebsten Schulfächer – Biologie und Informatik – im Bioinformatikstudium an der FH Oberösterreich, Campus Hagenberg, kombiniert. Das Masterstudium hat sie im Bereich Biomedizinische Informatik absolviert. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachhochschule Oberösterreich, Campus Hagenberg.

Die Forscherin erklärte das Thema an symbolischen Indikatorstreifen

Susanne Schaller ist gerade an der Entwicklung von Indikatorstreifen beteiligt, mit deren Hilfe Zucker im Harn nachgewiesen werden kann. Um Zucker im menschlichen Körper nachweisen zu können wird hauptsächlich Blut verwendet, dies bedeutet aber auch sich selbst stechen zu müssen. Der Indikatorstreifen soll es ermöglichen Zucker im Harn feststellen zu können. Damit kann jede und jeder selbst sehr einfach feststellen, ob Zucker im Harn ist. Wenn der Test positiv ist, wäre ein Besuch beim Hausarzt ratsam, der dann weiter abklären kann warum Zucker im Harn nachgewiesen wurde. So kann früh erkannt werden, ob jemand an bestimmten Krankheiten erkrankt ist z.B.: an Diabetes. Besonders spannend findet Susanne Schaller die Entwicklung einer einzigartigen Enzymlösung, welche auf den Papierstreifen aufgetragen wird. In dieser Lösung sind diverse Chemikalien, die mit dem Zucker eine Reaktion eingehen und sich dann umfärben. Dieser Farbumschlag wird am Teststreifen sichtbar und gibt Auskunft darüber ob Zucker im Harn ist. Auch eine Besonderheit ist, dass der Indikatorstreifen nur aus Papier bestehen soll. Damit ist er umweltfreundlich und kann nachhaltig produziert werden.

 

Feedback der Jugendlichen

Die Jugendlichen notierten ihre Highlights als Reflexion des Speeddatings

November 29th, 2017

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Am Dienstag, den 24. Oktober 2017, fand ein fti…remixed Speeddating im Rahmen des Herbstkongresses „Technolution – Frauen in der Technik!“ im Technischen Museum Wien statt. Schülerinnen und Schüler der Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe Wien 10, Reumannplatz, und der Höheren Technischen Lehranstalt Wien-Ottakring hatten die Möglichkeit sechs Forscherinnen und Technikerinnen kennen zu lernen und sie über ihren Berufsweg und Arbeitsalltag zu befragen.

Projektleitung: Christa Bernert, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)

SchülerInnen beim fti…remixed Speeddating bei der Technolution – Frauen in der Technik!

 

Welche Forscherinnen und Technikerinnen beim Speeddating mitgemacht haben erfährst du hier:

 

Welche Schritte hat ein Forschungsprojekt überhaupt?

Bente Knoll erklärt die einzelnen Projektschritte des Projektes „Demenz in Bewegung“

Bente Knoll hat Landschaftsplanung und –pflege an der Universität für Bodenkultur Wien studiert und ihr Doktorat der Technischen Wissenschaften an der Technischen Universität Wien gemacht. Sie arbeitet bei bnk – Büro für nachhaltige Kompetenz.

Aktuell arbeitet Bente Knoll an einem Projekt mit dem Titel „Demenz in Bewegung.“ Sie berichtete den interessierten Schülerinnen und Schülern welche Schritte in solch einem Projekt notwendig sind. Angefangen hat das Projekt mit einem 50-seitigen Papier, welches bei der FFG – der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft – eingereicht wurde. Dort sitzt eine Jury, welche Fördergelder vergibt. Nachdem die Finanzierungszusage von der FFG gekommen ist, konnte das Projekt gestartet werden. Als erstes sollten Spaziergänge mit dementen Menschen gemacht werden. Nur mit wem genau? Wie kommt man zu Menschen mit Demenz? Wie geht man mit ihnen um? Das waren Fragen, die erstmal geklärt werden mussten. Nachdem diese Menschen gefunden waren und die Spaziergänge gemacht wurden, war die zentrale Frage „Wie geht es Personen mit Demenz, wenn sie draußen unterwegs sind?“ Diese Spaziergänge wurden in Protokollen festgehalten und erste Erkenntnisse in einem Paper veröffentlicht. Es wird weiter daran gearbeitet und nach Lösungen gesucht. Wobei soviel steht fest: Menschen mit Demenz sind nicht alle gleich! Daher gibt es nicht die eine Lösung. Es muss mehr Bewusstsein für Demenzerkrankte in der Bevölkerung geschaffen werden.

 

Frauen in der KFZ-Technik!

Kathie Wiest erzählt wie es als einziger weiblicher Lehrling in der KFZ-Nutzfahrzeugtechnik ist.

Nina Katharina Wiest ist KFZ-Technikerin-Lehrling mit Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik im 4. Jahrgang bei MAN Truck & Bus Vertrieb Österreich GesmbH.

Kathi Wiest hatte schon immer Interesse an Technik, als Kind hat sie immer bei ihrem Großvater in der Werkstatt mitgeholfen. Trotzdem hat sie erstmal eine Lehre als Maler- und Anstreicherin begonnen, was ihr nicht gefallen hat. Dann hat sie sich bei MAN Truck & Bus Vertrieb Österreich GesmbH für eine Lehrstelle als KFZ-Technikerin beworben. Dort durfte sie zuerst ein Praktikum machen, um für sich einschätzen zu können, ob sie sich für eine Arbeit als KFZ-Technikerin interessiert und diesen Beruf ausüben will. Kathi Wiest hat nach diesem Praktikum als erster weiblicher Lehrling dort begonnen und ist begeistert von ihrem Beruf. Auch von MAN Truck & Bus Vertrieb Österreich als Arbeitgeber ist sie überzeugt. Die Unterstützung von den Kollegen und den familiären Umgang schätzt sie sehr.

 

Werden meine Daten abgefangen?

Stefanie Plieschnegger informierte über WiFi-Security

Stefanie Plieschnegger hat im Bachelor Informatik an der Technischen Universität Wien studiert und absolviert derzeit im Masterstudiengang Software Engineering. Sie hat bei Anyline GmbH, einem österreichischen Startup-Unternehmen welches sich auf die Text- und Zeichenerkennung mittels Smartphone spezialisiert hat, sowie bei Xylem Technologies erste Arbeitserfahrung sammeln können. Derzeit arbeitet sie bei sba Research GmbH.

Stefanie Plieschnegger arbeitet gerade an einer Feldstudie zu WiFi-Sicherheit. Dabei entwickelt sie eine Android App und Serverinfrastruktur für die Studie. Zentrale Frage bei ihrer Forschung ist „Wie oft werden Daten in öffentlichen Wi-Fi-Netzen abgefangen?“ In öffentlichen Netzen sind die Daten unverschlüsselt. Andere NutzerInnen im selben Netz können einfach alles an Datentraffic von anderen NutzerInnen sehen. Die von ihr entwickelte App läuft immer im Hintergrund und verbindet sich automatisch mit öffentlichen Netzwerken sobald sie eines findet. Dabei überprüft sie, ob jemand Daten abfängt. Als NutzerIn bemerkt man nicht ob Daten abgefangen werden. Man sollte in öffentlichen WiFi-Netzen vorsichtig sein was sensible Daten wie zum Beispiel Passwörter anbelangt.

 

Wenn Roboter denken lernen

Lara Lammer hatte kleine Roboter mit im Gepäck!

Lara Lammer hat Mechatronik an der Technischen Universität Graz sowie Robotik an der Technischen Universität Wien studiert. Früher arbeitete sie unter anderem an Drehgestellen für Züge bei Siemens Verkehrstechnik in Graz. Jetzt arbeitet und forscht sie an der Technischen Universität Wien im Bereich Mensch-Roboter-Interaktion.

Das Highlight an Frau Lammers Station waren sicher die beiden kleinen Roboter, die über den Tisch flitzten, selbstständig die Tischkanten erkannten und dann in eine andere Richtung weiter fuhren. Frau Lammer erklärte die Funktionsweise mit einem Vergleich: Die Sensoren des Roboters sind vergleichbar mit den menschlichen Augen. Die Information „Achtung: Tischkante“ wird an den Controller geschickt – das Gehirn des Roboters. Von hier geht die Information „Richtung ändern“ an die Motoren, die die Räder lenken. Frau Lammer machte den Jugendlichen klar: Im Bereich Robotik sind nicht nur technische Berufe wichtig. Wir brauchen nicht nur TechnikerInnen, sondern auch JuristInnen, PhilosphInnen und EthikerInnen, die sich zukünftig mit dem Bereich Robotik auseinander setzen. Ein Grundverständnis für die Programmierung von Robotern ist für die Menschen in jenen anderen Feldern sehr wichtig.

 

Alles im Fluss!

Elisabeth Mattersberger zeigte, was es Spannendes an Flüssen zu entdecken gibt.

Elisabeth Mattersberger hat Kulturtechnik und Wasserwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien studiert. Dabei hat sie schon in der Studienzeit viel Arbeitserfahrung bei den Büros Mayr&Sattler OG, hydrophil iC GesmbH und iC consulenten ZT GmbH gesammelt.
Die Jugendlichen wussten gar nicht, dass man „Wasserbau“ studieren kann.

Frau Mattersberger erklärte, wie viele verschiedene Felder in den Flussbau hineinspielen: Meteorologie, Hydrologie, Hydraulik, Botanik, bis hin zu Konstruktion und Vermessung. Anhand einer Flusskarte erklärte sie den Jugendlichen, wie die unterschiedlichen Themenbereiche in ihrer Arbeit zusammenwirken und wie wichtig genaue Berechnungen im Flussbau sind. Derzeit arbeitet Frau Mattersberger als Projektleiterin bei flussbau iC GesmbH.

 

Wie und warum nutzen wir alle Wikipedia, youtube und co?

Corinna Raith erzählte den SchülerInnen etwas über user generated Content

Corinna Raith studierte Wirtschaftspädagogik an der Wirtschaftsuniversität Wien und ist jetzt im Doktoratsstudium Wirtschaftsinformatik. Derzeit erforscht sie, wie und warum Studierende „user generated Content“ Internetseiten benutzen, also Seiten, die von den Usern selbst mit den Inhalten versehen werden, zum Beispiel Wikipedia oder Youtube. Das Forschungsgebiet geht über die technischen Rahmenbedingungen hinaus: Frau Raith beschäftigt sich intensiv mit psychologischen Faktoren der NutzerInnen.

Zusätzlich ist sie als FIT-Botschafterin im Einsatz. Sie ermutigt im Studien-Orientierungsprogramm Frauen in die Technik (FIT) junge Frauen, auch technische oder naturwissenschaftliche Ausbildungswege in Erwägung zu ziehen.

Oktober 30th, 2017

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Am Freitag, den 29. September 2017 fand ein fti…remixed Speeddating im Rahmen der European Researchers’ Night im Technologischen Gewerbemuseum (TGM), HTBLuVA Wien XX statt. Schülerinnen und Schüler des TGM hatten die Möglichkeit sechs Forscherinnen und Forscher kennen zu lernen und sie über ihren Berufsweg und Arbeitsalltag zu befragen.

Projektleitung: Christa Bernert, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)

SchülerInnen beim fti…remixed Speeddating bei der European Researchers’ Night

 

Welche Forscherinnen und Forscher beim Speeddating mitgemacht haben erfährst du hier:

 

Polare Meeresökologie in Wien?

Renate Degen: Was hat Meeresbiologie mit dem Klimawandel zu tun?

Renate Degen hat Ökologie und Meeresbiologie studiert und ihr Doktorat am Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven gemacht. Sie unterrichtet an der Universität Wien.

In der Arktis sind die Auswirkungen des Klimawandels schon viel fortgeschrittener als auf anderen Kontinenten. Die Mikrofauna, also die Kleinstlebewesen, reagieren sehr sensibel auf klimatische Veränderungen.

Mit einem Sieb können MeeresbiologInnen wie Renate Degen den Meeresboden auf kleine Tiere untersuchen. Als Forschungsgegenstand hatte sie ein Sieb mit. Im oberen Teil dieses Siebes fallen Tiere bis 1mm durch. Der untere Bereich des Siebes hat eine Maschenweite von 32 Micrometer, damit können noch kleinere Lebewesen aussortiert werden. Die so ausgesiebten Tiere können nach Größe geordnet, gezählt und beobachtet werden. Damit lassen sich Rückschlüsse auf den Zustand der polaren Ökologie ziehen und in weiterer Folge auch auf die Dimensionen des globalen Klimawandels.

Im Gespräch mit IT-Interessierten Jugendlichen berichtete Frau Degen, dass BiologInnen heutzutage sehr eng mit InformatikerInnen zusammenarbeiten. Viele der heutigen Erkenntnisse stammen von aufwändig programmierten Modellen und Analysen.
Ein Schüler erklärte, genau in diesem Feld könnte er sich ebenfalls vorstellen, später zu arbeiten.

 

Was sind Smart Grids?

Thomas I. Strasser: interdisziplinäres Arbeiten wurde diskutiert

Thomas I. Strasser hat Wirtschaftsingenierwesen-Maschinenbau (mit Fokus auf Regelungs- und Automatisierungstechnik) an der Technischen Universität Wien studiert und forscht jetzt als Senior Scientist am AIT Austrian Institute of Technology  zu Smart Grid Lösungen.

Smart Grids? Das sind intelligente, elektrische Systeme, die erneuerbare Energieerzeugung integrieren und die Stromnutzung sowohl kosteneffizienter, energieeffizienter als auch energieeffizienter machen sollen. Der Trick ist eine kommunikative Vernetzung zwischen diversen (erneuerbaren) Energiequellen und Energieverbrauchern.

Herrn Strassers Spezialgebiete liegen im Bereich von automatisierungstechnischen Lösungen für Smart Grids und deren Validierung. An einem Controll Board für dezentrale Energieerzeuger erklärte er, wie in seinem Job Hardware und Software-EntwicklerInnen eng miteinander zusammenarbeiten. Denn das Themenfeld ist interdisziplinär: Wissen aus den Bereichen Energietechnik/Elektrotechnick und IT/Automatisierungstechnik fließt mit ein. Die Jugendlichen interessierte zum Beispiel, in wie weit erneuerbare Energien in Smart Grid Lösungen mitgedacht werden oder welche Job-Aussichten ProgrammierInnen in diesem Bereich haben.

 

Was hat Verhaltensforschung mit der gebauten Umwelt zu tun?

Verhaltensforschung stand bei Elisabeth Oberzaucher am Programm

Elisabeth Oberzaucher studierte Biologie mit der Spezialisierung auf Zoologie und später Verhaltensforschung an der Universität Wien. Anfangs beschäftigte sie sich mit dem Verhalten von Ameisen, dann von kleinen Vögeln und schließlich mit dem Verhalten von Menschen. Ihr Spezialgebiet: Wie interagieren Menschen mit der gebauten Umwelt? Wie reagieren sie darauf? In einem aktuellen Projekt in Kooperation mit dem TGM analysiert das Forschungsteam die Wirkung von Schulräumen im TGM. Die Forschungsergebnisse sollen fördern, dass ArchitektInnen sich gezielter die Frage stellen können: Wer wird diese Räume benutzen? Und wie werden diese genutzt?

Heute forscht und lehrt Frau Oberzaucher an der Universität Wien sowie an der Universität Ulm. Außerdem ist sie Mitglied bei den Science Busters und Ko-Autorin des neuen Buchs „Warum landen Asteroiden immer in Kratern?“

Auf die Frage eines Jugendlichen, was ihr besonders Spaß mache an ihrem Beruf, antwortet Frau Oberzaucher: „Das hier! Mit jungen Menschen über meine Arbeit sprechen.“

 

Ist 3D Erkennung am iPad möglich?

Martin Kampel zeigte wie 3D Erkennung funktioniert

Martin Kampel studierte Datentechnik und Informatik an der Technischen Universität Wien. Er ist Informatiker mit Schwerpunkt auf Bildverarbeitung und spezialisiert im Bereich Ambient Assisted Living (AAL) und Visual Surveillance. AAL beschreibt den Einsatz von Kommunikations- und Informationstechnolgien, die den Alltag von älteren Menschen unterstützen sollen. Diese Technologie passt sich den Bedürfnissen des Nutzers an und ermöglicht zum Beispiel ein längeres selbständiges Leben im eigenen Zuhause. Visual Surveillance beschreibt eine Videoüberwachung mit einer intelligenten Bildverarbeitungstechnologie, die zum Beispiel Bewegungen an Hand eines bestimmten Musters erkennt.

Als Forschungsgegenstand hatte er ein iPad mit einem 3D Sensor mit. Mit Hilfe dieser 3D Erkennung ist es möglich, Szenen zu beschreiben und Verhaltensmuster genau vom Hintergrund abzugrenzen. Das Programm analysiert diese Muster aus verhaltenstechnischer Sicht und erkennt, wenn diese Muster durchbrochen werden. Es stellt zum Beispiel fest ob eine Person gestürzt ist oder nicht.

 

Chipdatenabfrage ganz leicht mittels Handy!

Michaela Zlöbl zeigt unterschiedliche Chiparten

Michaela Zlöbl studierte Telematik an der Technischen Universität Graz. Sie arbeitet bei Infineon Technologies in Graz im Bereich der Chipentwicklung.

Chipkarten auslesen funktioniert ganz einfach. Mithilfe eines NFC-fähigen Smartphones und einer App können Daten vom Chip eines Reisepasses einfach ausgelesen werden. So kommt jeder an persönliche Daten heran. Damit das nicht so einfach bleibt, entwickelt Michaela Zlöbl Sicherheitschips für Bankomatkarten, Reisepässe und Gesundheitskarten.

 

 

 

Raketenbauteile aus Österreich!?

Sebastian Seisl erklärt, wie die Rakete des TU Space Teams funktioniert

Sebastian Seisl studiert Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau an der Technischen Universität Wien. Er ist leidenschaftlich im TU Space Team der Technischen Universität Wien aktiv. Das ist eine Gruppe von Studierenden, die sich aus Interesse intensiv mit Luft- und Raumfahrttechniken beschäftigen. Sie entwerfen und bauen selbst Rakten und lassen diese starten. Je nach Rahmenbedingungen können die Raketen vom Space Team mehrere Kilometer fliegen. Seit 2015 gibt es eine 3D-gedruckte Rakete aus einem Stück. Herr Seisl selbst beschäftigt sich hauptsächlich mit einem Auswurfmechanismus für Messsonden aus einer Rakete.

 

 

 

Oktober 6th, 2017

Posted In: ForscherInnen-Speeddating, Rückblick

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fti…remixed Speeddating im Rahmen der IMAGINE 2017

Am Dienstag, den 20. Juni 2017 fand ein fti…remixed Speeddating im Rahmen der IMAGINE-IKT 17 am Petersplatz in Wien statt. Rund 40 Schülerinnen und Schüler der Sir-Karl-Popper-Schule (4. Bezirk) und der Hertha Firnberg Schulen für Wirtschaft und Tourismus (21. Bezirk), hatten die Möglichkeit, sieben Forscherinnen und Forscher kennen zu lernen und sie über ihren Berufsweg und Arbeitsalltag zu befragen.

Projektleitung: Christa Bernert, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)

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Juni 26th, 2017

Posted In: Berufsbilder, Education, ForscherInnen-Speeddating, Forschungsgegenstände, IKT, Informationstechnologien, Rückblick, Veranstaltungen

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fti…remixed Speeddating im Rahmen der 
Yo!tech

Am Mittwoch, den 1. März 2017 fand ein fti…remixed Speeddating im Rahmen der YO!tech Messe in der Seifenfabrik in Graz statt. 45 Schülerinnen und Schüler der Höheren technischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt Ortweinschule Graz, der Höheren technischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt Graz-Gösting und des Bundesgymnasiums Lichtenfels, im Alter zwischen 16 und 18 Jahren hatten die Möglichkeit, sechs Expertinnen und Experten kennen zu lernen und sie über ihren Berufsweg und Arbeitsalltag zu befragen.

Projektleitung: Christa Bernert, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)

SchülerInnen beim fti…remixed Speeddating bei der YO!tech Oberstufen Messe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Welche Forscherinnen und Forscher beim Speeddating mitgemacht haben erfährst du hier:

 

Dein Passwort kannst du ändern, deine biometrischen Daten nicht!

Reinhard Findling – Biometric Security

Rainhard Findling hat das Bachelor- sowie das Masterstudium in Mobile Computing an der Fachhochschule Oberösterreich absolviert und ist jetzt Forschungsmitarbeiter bei u’smile am Campus Hagenberg der Fachhochschule Oberösterreich.

Als Forschungsgegenstand hatte er ein Smartphone und eine Chipkarte mitgebracht, wie sie bei Bankomatkarten üblich sind. Diese Chips sind im Grunde wie ein kleiner Computer, auf welchem eine kleine Menge an Daten im Kilobytebereich gespeichert wird. Reinhard beschäftigt sich damit, biometrische Daten wie zB. einen Fingerprint oder Gesichtsbiometrie sicher auf einem Chip unterzubringen, damit sie vor Diebstahl gesichert sind. Der Datenklau von biometrischen Daten ist weitaus schwerwiegender als das Stehlen von Passwörtern. Passwörter können schnell geändert werden, der persönliche Fingerprint jedoch nicht. (siehe Wordrap Rainhard Findling)

 

 

Wie kann erneuerbare Energie für Smartphone Akkus genutzt werden?

Erneuerbare Energie auf Handtaschen
Alexander Lang

Alexander Lang arbeitet bei SunnyBAG GmbH in Graz. Dort werden Taschen mit Solarpaneelen hergestellt.

Als Forschungsgegenstand hatte er ein flexibles Solarpanel sowie ein Power Pad mitgebracht. Das Solarpanel kann auf einem Rucksack montiert und direkt mit einem Smartphone zum Akkuladen verbunden werden. Das Power Pad hat einen integrierten Akku, der die erzeugte Energie speichern kann.

Alexander ist es wichtig Solarzellen NormalverbraucherInnen greifbar zu machen und vor allem zu erklären, wie viel diese leisten können. Vorteil dieser Solarpaneele: Wenn man sich längere Zeit im Freien ohne Zugang zu einer Steckdose aufhält und das Smartphone oder andere elektronische Geräte dabei viel nutzt kann mit erneuerbarer Energie der Akku geladen werden. SunnyBAG GmbH Rucksäcke werden auch von Ärzte ohne Grenzen genutzt.  SunnyBAG stellt auch heuer wieder ein Sommerpraktikum von bmvit/FFG zur Verfügung. (siehe Wordrap: Alexander Lang)

 

 

Was kann man mit 3D Kameras machen?

3D Kameras und Sensorenentwicklung
Gabriele Faller

Gabriele Faller hat Telematik und Rechtswissenschaften studiert und arbeitet bei Infineon Graz im Bereich 3D Imaging Automotive, Sense and Control.

Als Forschungsgegenstand hatte sie mehrere Kameras mitgebracht, mit deren Hilfe die Schülerinnen und Schüler 3D Bilder aufnehmen konnten. Unter anderem ein Programm am Smartphone, mit dem durch das Drehen kurzer Videos die Umgebung dreidimensional aufgenommen wird. Bei Infineon entwickelt sie unter anderem Sensoren für 3D-Kameras, welche die Distanz von Objekten messen. Dabei wird Licht von der Kamera ausgesendet und sobald es auf ein Objekt trifft wieder zurückgesendet. Die Sensoren können somit die Entfernung von Objekten zur 3D-Kamera messen. Ziel der Forschung ist es, Kameras für Autos mit Selbstfahr-Funktion zu entwickeln. (siehe Wordrap: Gabriele Faller)

 

 

Was hat „Grumpy Trumy“ mit Lernplattformen zu tun?

Gaming und Grumpy Trumpy bei Stefan Sgouridis

Stefan Sgouridis hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Er ist Game Researcher am Institute of Information Systems and Computer Media an der Technischen Universität Graz.

In seinem Arbeitsalltag bewertet er das Spielverhalten von SpielerInnen und erforscht, was genau das Computerspielen so spannend macht. Das gewonnene Wissen soll dabei helfen, Lernplattformen noch attraktiver zu machen. Das selbst entwickelte „Grumpy Trumpy Mobile Game“ war ein Versuch in diese Richtung, bei welcher das Thema „Ausgrenzung“ durch den Versuch eine Mauer zu bauen in ironischer Weise thematisiert wird.
Hier ein Video von dem Spiel „Gumpy Trumpy“: https://www.youtube.com/watch?v=3nBiRxsH7V4 

 

 

Ist Leben auf Exoplaneten möglich?

Exoplaneten war das Thema bei Monika Lendl

Monika Lendl ist Astronomin und Astrophysikerin und forscht am Institut für Weltraumforschung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Im Weltall gibt es Milliarden und Abermilliarden an Sonnen, die von Planeten umkreist werden. Monika beschäftigt sich in ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit mit Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, den sogenannten Exoplaneten. Sie betreibt Grundlagenforschung im Bereich der Astrophysik und wertet unter anderem Teleskop-Daten aus, die von einer Sternwarte in Chile aufgenommen werden. Aus den Datenmengen werden physikalische Daten herausextrahiert und dabei die eine oder andere Entdeckung gemacht: z.B ein Gasriese der 10 mal so groß ist wie die Erde.

 

 

Wie können Krankheiten aus der Ferne diagnostiziert werden?

Markus Falgenhauer spricht über Telemedizin

Markus Falgenhauer hat Elektrotechnik studiert und arbeitet am Austrian Institute of Technology in Graz. Er beschäftigt sich mit dem Thema Telemedizin.

Als Forschungsgegenstand hatte er ein System mitgebracht, welches eine Übertragung von medizinischen Daten vom Patienten zum Arzt bzw. zur Ärztin über eine Datenbank ermöglicht. Dieses System ist auch für technisch ungeübte Personen ausgelegt. Wenn man eine Chipkarte an das Smartphone hält, wird automatisch eine App gestartet. Das Smartphone muss dann nur mehr an das Blutdruckmessgerät gehalten werden und die Daten werden automatisch an eine Datenbank übertragen. Ärzte und Ärztinnen haben so die Möglichkeit aus der Ferne Daten abzurufen. Wenn das System Werte aus der Norm registriert, schlägt das System Alarm und die behandelnden Ärztinnen und Ärzte können den Verdachtsmomenten nachgehen.

Februar 23rd, 2017

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fti…remixed Speeddating im Rahmen der FIT Studien-Informationstage

Am Dienstag, den 31. Jänner 2017 fand ein fti…remixed Speeddating im FH Technikum Wien statt. 30 Schülerinnen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren hatten die Möglichkeit vier Expertinnen kennenzulernen und sie über ihren Berufsweg und Arbeitsalltag zu befragen.

Projektleitung: Christa Bernert, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)

Schülerinnen beim fti…remixed Speeddating bei den FIT Studien-Informationstagen

Welche Forscherinnen beim Speeddating mitgemacht haben erfährst du hier:

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Februar 3rd, 2017

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